10.08.06
Vorurteile
Gestern kam beim Jugendbund wieder mal das Thema mit Christsein und die damit verbundenen Vorurteile.
So dürfen Christen angeblich keinen Spaß haben, müssen den Nächsten lieben und haben sonst immer nur massive Einschränkungen. Das sind alles, wie schon gesagt, Vorurteile. Und mit diesem Post will ich mal einiges klarstellen.
Der Spaß:
Warum sollten Christen keinen Spaß haben? Wahrscheinlich entstand dieses Vorurteil dadurch, dass man sich nur die ortodoxen Christen angesehen hat. Immer ernst und kein Lächeln. Wenn man sich an sowas hält, macht das Christsein auch keinen Spaß, außer man ist masochistisch veranlagt. Bin ich aber nicht und trotzdem macht mir das Christsein Spaß. Warum? Ganz einfach. Es gibt eine Gemeinschaft, wo jeder dem anderen vertrauen kann und man hat nichts untereinander zu verstecken. Da kann man mal leben und die ganzen bekloppten Sachen machen, die man schon immer mal machen wollte, sich es aber nicht traute, da man sonst als ‘Bekloppt’ abgestempelt wird. Mir macht dies nichts mehr, da ich schon so einen Stempel trage. Zwar nicht auf der Haut, aber für einige Menschen bin ich in ihren Köpfen abgestempelt. Und dies ist mal eine richtige Erweiterung zum Spaß, wenn man einfach mal ein paar Sachen machen kann, die nicht normal sind.
Nächstenliebe:
Wenn es immer wieder Sachen gibt, die zu machen sind, schiebt eine Gruppe es meistens auf den Christen. Da heißt es ‘Du musst deinen Nächsten lieben!’ und da werde ich ab und zu mal ein bisschen sauer. Das ist für mich eine Gleichsetzung mit Sklavenarbeit. Dabei ist dies nicht der Sinn, der Nächstenliebe. Das komplette Gebot lautet: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Und der zweite Teil wird immer mal wieder gerne unter den Teppich gekehrt. Es bedeutet einfach nur, dass man dem Nächsten so helfen soll, dass es ihm/ihr so gut geht, wie einem selbst.
Einschränkungen:
Die betreffen uns eigentlich nicht in dem starken Masse, aber sie sind da. Und sie haben einen ernsthaften Nutzen. Lästerei, falscher Stolz, Selbstsucht und andere menschliche Tätigkeiten die uns von Gott trennen sollten wir nicht nachkommen. Warum auch? Es schadet am Ende mehr, als es hilft. Der falsche Stolz führt zu einer Einstellung, die keine Veränderungen mehr zulassen. Dieser Mensch hält an seinen Prinzipien fest und muss immer eine Bestätigung finden. Damit haben Christen keine Probleme. Gott nimmt uns so an, wie wir sind. Lästern schadet nur Personen die kennt und die man als Freunde hat. Es kann jeden treffen und wenn man dann davon hört, fühlt man sich verraten. Deswegen sollte man sich davon distanzieren.
Sonst noch Erklärungsbedarf?