12.15.06

Adventstürchen #15

Veröffentlicht in Bibel, Christliches um 16:58 von Patrick

Psalm 127,2:
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Als erstes sollte man bei der Lutherübersetzung das Wort: hernach erklären. Es bedeutet nicht etwa hiernach oder danach, sondern soviel wie später. Das hatte mich und Christina nämlich leicht irritiert, da es in anderen Übersetzungen (sowohl Hoffnung als auch Elberfelder) anders steht. Außerdem würde es auch keinen Sinn machen, wenn man extra früh aufsteht und dann lange isst.
Danach haben wir uns damit beschäftigt was es mit dem Brot auf sich hat. Es ist sowohl unser essen gemeint, als auch alles andere was wir uns unter Mühen erarbeiten. Anstatt Brot könnte da auch stehn: „Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und zählt euer Geld mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.“ Das gleiche kann man noch mit unzähligen weiteren Beispielen machen, setzt einfach mal was ein!
Die Betonung beim vorliegenden Vers liegt jedoch nicht auf dem Brot, sondern auf den Sorgen! Es ist keine Aufforderung alles stehn und liegen zu lassen und einfach alles zu verpennen, weil man sich denkt: Gott gibt es mir ja schon. Nein, es ist lediglich eine Aufforderung sich nicht soviel Sorgen über die weltlichen Dinge zu machen oder gar um das überleben zu machen. Denn wir haben ja die zusage des ewigen Lebens.