07.28.07
Schöne Demokratie
Grad war ich am Briefkasten und hab die Post reingeholt. Und zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass da diese Wahlbescheinigungskarten drin sind, die man bei der Wahl beim Personal aggeben muss um einen Wahlzettel mit allen Möglichkeiten zu erhalten. Blöderweise waren nur 4 Stück drin und ich wohne in einem 5-Personen-Haushalt. Ich wurde außenvor gelassen.
Schöne tolle Demokratie, die allen die Möglichkeit der Wahl gibt. Echt super…
Bundeswehr #4
Diese Woche war die schlechteste Woche überhaupt. Nur ein paat Highlights, aber sonst nur langweilig.
1. Tag:
Früh aufgestanden und erstmal auf den Zugdienst gewartet, damit Morgensport anfängt. Pustekuchen. Der UvD(Unteroffizier vom Dienst) hat uns zur Kantine geleitet und nach dem Frühstück waren wir selbstständig zurück. Überhaupt lief alles irgendwie anders. Direkt einen Wochentest, wo die meisten schlecht abgeschnitten haben und dann auch nur noch Unterricht. Und bis 16 Uhr waren nur Pausenfüller drin. Der Tag war langweilig und nichtmal ansatzweise fordernt, spaßig oder anstrengend.
2. Tag:
Heute war wieder Gefechtstag. Rucksack packen, Koppel fertig ausrüsten und los ging es zur Waffenkammer. Alle haben ihr G36 empfangen und Gruppenweise ging es los. Wiederholt wurden AP(Alarmposten) und Schützenstellung wurde neu eingeführt. Wir haben sogaer teilweise eigene Schützengräben ausgehoben! Da wir ein Magazin mit ca. 23 Schuss Manövermunition(Platzmunition) aufgefüllt haben, gab es dementsprechend auch Praxis. Sprich Feuerüberfall, geführter Feuerkampf und selbstständig geführter Feuerkampf. War irgendwie neu mit dem MPG(ManöverPatronenGerät) in die Gegend zu ballern. Das Ausbildungsziel wurde erreicht und es ging wieder 8km mit knapp 20kg Gepäck wieder zurück. Zwischendurch wurde auf die mexikanische Art Entmunitioniert. Sprich der Hebel beim G36 stand nicht mehr auf E sondern auf “F wie Frieden”, wie ein Fhj mal sagte. So ein Dauerfeuer aus dem G36 entschädigt ungemein.
Dann noch die ganze Ausrüstung reinigen und danach Dienstschluss gegen 21 Uhr.
3. Tag:
Und wieder kein Morgensport. Der Zugdienst wird immer später und wir gammelten fertig auf den Stuben rum. Immerhin war der Tag nicht verloren. Erneut Theorie. Diesmal im MG3. Und danach ging es an einen lustigen Teil. Die ABC-Schutzausrüstung wurde besprochen und es gab auch einen praktischen Teil. Am Ende standen bei uns in der Gruppe 12 Mann mit ABC-Maske, Ponscho und den ABC-Schutzhandschuhen in der Gegend rum. Und der heutige Tag sollte einer Gruppe morgen zum Verhältnis werden.
4. Tag:
Stationslernen ist heute angesagt. 4 Gruppen wurden eingeteilt, wobei die 4. Gruppe aus den Resten der eigentlichen Gruppen 1, 2 und 3 bestand. Ich war in Gruppe 3 und hatte das Glück nur Ausrüstung zu tragen. So eine Bastmatte ist zwar sperrig, wiegt aber weniger als das G36. Es gab die Stationen G36, MG3, P8 und AGSHP. Bei der Station G36 traten die Mitglieder der einzelnen Gruppen gegeneinander an. Einmal Teilladen, Fertigladen und Sicherheitsüberprüfung an einer Zeltbahn und an der anderen Zeltbahn G36 zerlegen oder zusammensetzten. Und das immer abwechselnd. Das Team, was zuerst fertig ist, hat gewonnen. Aber es gab da eine Besonderheit. Wenn jemand mit seiner Aufgabe an einer Zeltbahn vor dem Vordermann fertig ist, darf der eingeholte Vordermann sich wieder hinten anstellen. Deswegen stand jeweils nur eine Hälfte der jeweiligen Teams auf einer Seite und die anderen auf der anderen. Mit jeweils abwechselnder Reihenfolge, sodass ein Wettkampf entstehen konnte. In etwa so
Aufstellung :1,2,1,2 Stationen 2,1,2,1
Die Station AGSHP beinhaltete einmal das schießen auf bewegende Ziele und Nachtschießen, wo ein großteil jämerlich versagte. Unter anderem auch ich, da der Rotpunkt im Reflexvisier einfach nur größer war als das Ziel selber und man nicht wusste, ob man trifft oder nicht.
Letzte Station war dann MG3. Zerlegen und Zusammensetzen waren die Aufgaben. Da wir nichts aufbauen mussten, saßen wir längere Zeit vor dem AGSHP rum bis uns befolhen wurde die Bastmatten, Pappkameraden und Eisenstangen wieder einzusammeln. Ich ging zur Station MG3 und sah direkt 9 Mann in ABC-Masken. Eine Person, die es nicht eingestehen will, hat 2 Erdspiesse gegeneinander geschlagen. Metall auf Metall und sowas heißt ABC-Alarm. Und der Fhj, der diese Station geleitet hat, lies sie dann die ABC-Masken anziehen und darin durften sie dann die Zeltbahnen abbauen. Hätten wir keine Einweisung die ABC-Schutzausrüstung erhalten, wäre sowas nicht passiert. Immerhin hat eine Person jetzt was gelernt.
5. Tag:
Nach Frühsport und Frühstück und ging es direkt an den Wochentest. Schon fast schlimmer als Schule. Die Besten durften schon ab 10 Uhr nach Hause, die Schlechtesten erst ab 13:30 und der Rest um die normale Uhrzeit. Gut, dass ich vorher gelernt hab und so im guten Mittelfeld lag. Danach Waffenreinigen und Flur-/Stubenreinigen. Der Flur hat schon fast die Decke im 1:1 Verhältniss gespiegelt und beim Antreten für den Dienstschluss hat sich fast die Hälfte auf dem Flur langgelegt, da es so glatt war.
Jetzt ist schon ein Drittel meiner Grundausbildung vergangen. Bis jetzt war nichts unmöglich und nur ab und an anstrengend. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Mal sehen, was das Biwak bringt. Unser stellv. Gruppenführer überfällt auf Biwaks gerne mal die anderen Gruppen…
Und ich muss jetzt Gott eifnach nur danken und loben, dass er mich an den Arsch der Welt geschickt hat. Freundschaften sind sehr schnell geschlossen und man hat da echt nur Spaß. Als Christ bin ich da nicht alleine. Gibt noch andere Christen und bei einigen habe ich den starken Verdacht. Und die Gruppenführer können auch nicht besser sein. 1 Fw ist nur am schreien und nie zufrieden, dann gibt es noch den Durchschnitt(zufrieden und nett, wenn es läuft) und mein Fw. Freundlich, nett und hilfsbereit. Da lernt man es teilweise besser als bei den anderen und hat sehr viel Spaß bei der Sache. DANKE!
07.20.07
Bundeswehr #3
Die dritte Woche der AGA(allgemeine Grundausbildung) ist nun auch vorbei. Es awr bis jetzt die beste Woche, da wir diese Woche das gemacht haben, was man eigentlich erwartet.
1. Tag:
Wie jeden Tag, hieß es auch heute um 05:05 Uhr fertig im Flur stehen zum überprüfen, ob alle da sind. Nach dem Frühstück gab es Unterricht bis zum Mittagessen. Recht viele Sachen, die sich mit dem Biwak befassen und es war dementsprechend recht interessant. Und wir bekamen auch einen weiteren Kameraden, der sich nach Frankenberg hat versetzen lasssen.
Nach dem Mittagessen kam dann die erste große Sache. Der Eingewöhnungsmarsch. Jeder schnallte sich sein Koppeltragegestell um, die ABC-Schutzausrüstung dran, viele Klamotten in den Rucksack, wie Nässeschutz und Kälteschutz(an dem Tag waren es 35°C!), sowie genug zu trinken mit. Im großen und ganzen waren wir dann mit knapp 15kg auf dem Rücken, den Schultern und dem Becken unterwegs. 6km hört sich nicht viel an, aber es ist schon eine Menge mit dem schweren Gepäck und den vielen Hügeln im Wald. Nebenbei ging der leitende Fhj(Fahnenjunker) mit uns viele Signale durch, die wir auch umgesetzt haben. Auf jeden Fall sind alle angekommen, obwohl es bei einigen kritisch wurde, ob sie es überhaupt schaffen. Der Tag endete mit dem Dienstschluss vor dem Abendessen und viel Duschen.
Zusatz: Ein Satz Klamotten wurde dreckig, da macnhmal der Befehl kam durch die Pfützen zu gehen. Sind mit 20-30cm auch nicht flach gewesen und die Spritzer waren überall.
07.14.07
Bundeswehr #2
1. Tag
Jetzt fing es richtig an. Früh aufstehen und nach dem Frühstück gab es richtig dick Unterricht. Keine Gesetzte oder sonstiges, sondern richtiger Unterricht. Die G36 war Thema des Unterrichts, sowie die Lehre des Schusses. Ist ne Menge, die man lernen muss, bevor man an die Waffe darf. Nach dem Mittagessen ging es mir Formalunterricht und normalen Unterricht. Schluss war recht früh um 18 Uhr.
2. Tag
Erstmal wieder richtig dick Unterricht in Gesetzten und anderen Kram. Nach dem Mittagessen gab es eine Waffenbesitzkarte und die passende Waffe. Alle, die nicht krank sind, durften Zeltbahn und Isomatte mit nach draußen nehmen und auf einer Wiese wurde uns erklärt, wie man das G36 zerlegt und wieder zusammensetzt. Wer bauen will, kann sich Lego holen.
Isomaten und Zeltbahnen sowie andere Sachen mussten sauber gemacht werden und ab in den Dienstschluss.
3. Tag
Sationstraining im Schißen. Waffe zerlegen und zusammensetzten, verschiedene Schießstellungen, der Druckpunkt(mein G36 hat einen schwer findbaren Druckpunkt und andere wurden nicht gefunden von den Ausbildern) und zum Abschluss Simulator. Eien kleine Halle, ein Rechenzentrum 4 Leigebahnen, viele verschiedene umgebauten Waffen und eine Leinwand.
Das G36 hat bei den ersten 5 Schüssen einen Rückstoß der heftig ist, aber noch nicht extrem.
Ergebniss: Zielen war hervorragend, aber eine Streung von 15 cm auf 200m mit dem Reflexvisier ist viel. Beim optischen hatte ich nur 6cm und der Oberfeldwebel der das ganze leitet erreicht ohne weiteres 2cm auf 200m Entfernung an Streuung.
4. Tag.
PFT! Physikal Fitness Test. 4×9m Pendellauf, Sit-Ups, BW-Liegestütze, Weitsprung und 12-Minuten-Dauerlauf. Hab zwar die verlangten 15 Punkte erreicht, aber durchgeaflen, da ich in eienr Disziplin nur 0 Punkte erreicht hab. Aber unser Fahnenjunker will dem Zug einen Kasten Bier ausgeben, wenn einer seine Leistung von 3250m knackt. Wird wohl für einige von uns kein Problem darstellen.
Unterricht gab es wieder wie blöde und gegen 16 Uhr war für mich Ende, da ich starke Kopfschmerzen bekam und somit ins Bett geschickt wurde. Gab zwar inene Fw, der meiente große Klappe zu riskieren und mich auszufragne, warum ich denn im Bett liege, aber der hat wohl klein beigegeben, als er gehört hat, das 3 andere Fw, sowie 3 Fhj mir den Befehl gegeben haben ins Bett zu gehen.
Nach Dienstschluss hat ein bekanntes Video seinen Umlauf gestartet.
5. Tag
Unterricht in IT-Sicherheit und allgemeiner Sicherheit. Lustig war es in allgemeiner Sicherheit, da das oben erwähnte Video angesprochen wurde. Deswegen gibt es Fotos und von Google-Earth oder von außerhalb der Kaserne.
Zum Abschluss noch 7,5km joggen gewesen. Werde eindeutig in die Laufgruppe mit 10km gehen, da die 7,5km keine Belastung waren.
Bundeswehr #1
Wie versprochen kommt hier der Bericht zu meiner ersten woche bei der Bundeswehr
1. Tag:
Los ging es mit dem Zug von Soest aus. Bahnfahrt hat 4 Stunden gedauert und während der Fahrt habe ich 5 weitere Wehrdienstleistende aus Kreis Soest getroffen. Am Bahnhof angekommen, wurden wir von der Bundeswehr ageholt.
Angekommen in der Kaseren ging es direkt los mit Papierkrieg. Zig Seiten wurden ausgefüllt und dann ging es ans Beziehen der Stuben. Bin mit 4 weiteren Wehrdienstleistenden bin ich auf eienr Stube, wo einer aus Hamm kommt. Insgesamt sind aus den beiden Zügen knapp 15 Mann aus Kreis Soest. Sind ungefähr 20% aller Wehrdienstleistenden aus meiner Ecke.
Es gab erste Anweisungen, wie man sein Bett richtig macht und eine kleine Einführung in die Marschform. Tag endete gegen 23 Uhr und dann ist Zapfenstreich.
2. Tag
Um 5 Uhr aufstehen ist hart. Bett machen und Anziehen und es ging sofort zur Meldung, ob alle wach sind. Danach hatten wir noch Zeit für Körperpflege und um 5:45 ging es zum Frühstück. In der Marschformation von drei Reihen. Nach dem Frühstück ging es zum Zahnarzt. Gut, dass der Militärzahnarzt bei uns keine Praxis hat, da alles umgebaut wird. Deshalb ging es ab in eine andere Kaserne. Zeit zum Schlafen während der Busfahrt.
Anschließend gab es Mittagessen und danach Unterricht sowie eine Voruntersuchung. Bis zum Abendessen, danach noch weiter und erst kurz vor 22 Uhr war Dienstschluss.
3. Tag
Früh aufstehen, Kontrolle der Anwesendheit und sofort ging es zur Ankleide in eine andere Kaserne. Ich bin im I. Zug und das war der Zug, der ein großes Lunchpaket bekommen sollte. Pustekuchen. Der II. Zug bekam teilweise das große Lunchpaket und wurde dementsprechend verwöhnt. Der I. Zug ist eh der Zug, der stärker gefordert wird.
Nach der Einkleide ging es wieder in die Kaserne. Knapp 3800€ wurden in die jeweiligen Spinde nach Regeln eingeordnet und es fing damit an, dass man die Stiefel eingelaufen werden sollten.
Unterricht ist ein großer Bestandteil dieser Woche. Zum einen Formaldienst, zum anderen Unterricht in den ganzen Gesetzbücher und was Soldaten für Rechte haben und was sie machen dürfen und was nicht.
Dienstende war um 20 Uhr, was recht früh war.
4. Tag
Hauptuntersuchung nach dem Frühstück. Blöderweise nur bis zum Buchstaben L. Die anderen hatten knapp 4 Stunden Formalunterricht. Essen gab es wie gewohnt und danach konnte ich zur Hauptuntersuchung. Nach der Hauptuntersuchung gab es wieder Unterricht en masse. Dienstschluss war gegen 18:30.
5. Tag
Wieder um 5 Uhr aufstehen. Erneut Unterricht en Masse, sowie Formalunterricht. Richtig viel ist heute nicht passiert, außer, dass wir erst um 17 Uhr Dienstsclhuss hatten, da Reviere gereinigt werden mussten.
6. Tag
Erneut dicker Unterricht und um 12 Uhr Schluss. Ab ging es ins Wochenende.
1. Eindruck:
Woche war entspannend und die 2. Woche soll sehr viel härter sein.
07.08.07
Bundeswehr
Hab jetzt meine erste Woche bei der Bundeswehr hinter mir. Jetzt geht es für mich wieder in den Zug. Eine Übersicht über die 2 Wochen wird auch noch folgen, hatte aber nicht genug Zeit die erste zu vollenden.
PS: Haare sind jetzt kurz(9mm)