08.19.07
Bundeswehr #7
Diese Woche gab es die Erste-Hilfe Ausbildung. Nicht trocken, sondern recht spannend und die Ausbildun ist ein Grundstein der Ausbildung.
1. Tag:
Auf dem Plan stand Sport an. Zumindest für die meisten des I. Zuges. Aber es gab ein paar Ausnahmen. Die fuhren erstmal zu dem Augenarzt, der 45 Minuten entfernt, in einer anderen Kaserne seine Praxis hat.
Dort saßen wir erstmal 2(!) Stunden rum und haben nix gemacht. Danach ging es recht schnell und ich kam doch noch pünktlich zum Mittagessen an.
Nach dem Mittagessen gab es wieder Unterricht und danach die HiBa. Die ist zwar nicht ganz so extrem, aber mit Helm, G36, Koppel und Rucksack wird es doch ein bisschen schwer. Die Mauer bildete für mich das größte Hindernis. Immer haben 3-4cm gefehlt und ich wäre drüber gekommen. So habe ich immer Hilfe gebraucht, aber es ging dann immerhin weiter. Bis auf den letzten Durchgang. Nach dem 4. Mal noch mal ohne Pause über die HiBa zu gehen, at mich geplättet. Bin schon am 2. Hindernis gescheitert und verblieb dementsprechend recht lange da. Die Pause hat mein Schienbein mit einem blauen Fleck gedankt. Sonst wäre ich komplett weg gewesen.
2. Tag:
Theorie. Aber diesmal in der SanAusbildung. Und man konnte sie gleich nach dem Mittag in der Praxis probieren und üben. Gab zwar derbe Schnitzer, aber aus Fehlern lernt man. Es gab da nur „kleine“ Verletzungen, wie offene Brüche oder Verbrennungen, weil es am nächsten Tag noch härter werden sollte.
3. Tag:
Erneut Theorie und dann Praxis. Diesmal verletzte Personen im LKW(100kg und 80kg wollen von der Transportfläche eines 2-Tonners geholt werden, was bei den vielen Sitzen und der komischen Fahrerkabine schwer ist), Granatenexplosionen, einen leichten Fall und eine Einweisung in den KrKw. Ein Fahrzeug um Verletzte in die Krankenhäuser zu bringen. Um es mal knapp und präzise zu sagen. Ein umgebauter 2-Tonner, der nicht mehr in Deutschland benutzt werden darf.
4. Tag:
Theorie und keine Praxis. Stattdesen ein Test, der gut schaffbar ist und die Abschlussprüfung für die SanAusbildung darstellt. Als Pausenfüller durften wir Reviere reinigen und danach ging es in Kompanieformation über den Ex-Platz. Üben fürs Gelöbnis. Da der II. Zug eine andere Marschausbildung hatte, wurde dementsprechend der halbe Ausbildung über den Haufen geworfen und sie dürfen jetzt unsere Ausblildung genießen.
5. Tag:
Film schauen(Feldtagebuch 1, 2, 3, . Mehr Teile gibt es nicht bei YouTube), danach Sport, Stubenreinigen, vom Chef die Spinde in der Ordnung kontrolieren lassen und danach Dienstschluss.
Was habe ich gelernt?
- Schlafen. Seit ich bei der Bundeswehr bin, schlafe ich richtig fest und tief
08.11.07
Bundeswehr #6
Diese Woche war recht enstspannend, da wir fast immer um 16 Uhr Dienstschluss hatten.
1. Tag:
Erstmal standen 3 Stunden Sport auf dem Plan. Effektiv sind wir 2 Stunden gejoggt, danach noch eine Stunde Duschen, Anziehen und Ausruhen. War recht angenehm das joggen, da das Wetter nicht zu heiß war und wir eine angenehme Strecke hatten, die keine extremen Hügel oder sonstiges hatte.
Zur Entspannung gab es noch 2 Stunden Unterricht, worauf dann am Nachmittag wieder Sport anstand. Nicht im Sportanzug, sondern im Dienstanzug mit Handschuhen und Helm. Wir haben eine Einweisung für die HiBa(Hindernissbahn) erhalten und durften die auch gleich ein paar mal überqueren. 12 Hindernissem, wovon die Mauer zu den leichten Hindernissen gehört. 3 Sekunden und man ist drüber. Ist eine 2m Holzwand, die man rein theoretisch auch mit dem Kopf voran durchqueren könnte, was bei der Holzdicke aber schwer sein dürfte. Das blöde dabei war das Wetter. Die Sonne schien ohne Ende und es war heiß. Ein Wunder, dass keiner kolabiert ist.
2. Tag:
Ein einziger großer Unterrichtstag, wie wir ihn noch nie hatten. Von 7-16 Uhr nur Unterricht in der Wachpostenausbildung. War eine Menge Stoff, den wir zu lernen hatten, da ein Test für Freitag dazu geplant war. Wer den nicht besteht, darf die AGA erneut durchlaufen.
3. Tag:
Wieder Wachpostenausbildung. Diesmal der praktische Teil. 8 Stationen, wo die unterschiedlichsten Situationen durchgespielt wurden. Selbstverständlich wurden viele Fehler gemacht und was zu lachen gab es auch oft. War auch recht angenehm die Ausbilder mal anzuschrein und ihnen Befehle zu geben oder gar mit der Waffe zu drohen(hatten nur Platzmun drin und zwar die gute Messingmun). Auf jeden Fall war der Tag recht interessant und man hat noch ein paar Ausbilder aus dem II. Zug kennengelernt, die auch mal ein paar Sprüche brachten, die einiges erklärten und warum man den Fhj nicht alles glauben sollte, was sie einem beibringen.
4. Tag:
Heute war der längste Tag während der Grundausbildung überhaupt(außer beim Biwak). Sind um 5 Uhr aufgestanden und hatten erst um 2 Uhr nachts Dienstschluss. Es ging auf die Schießbahn, wo wir mit dem G36, der P8 und dem MG3.
Die ganzen Übungen und Wertungen habe ich direkt bestanden, bis auf das Nachtschießen. Über den ganzen Tag verteilt kam ich also nur auf insgesamt 17 Schuss.
Zuerst ging es an das G36. Ein paar Schießübungen, wo man nur den Text können musste. Treffen musste man nix. Danach das Wertungsschießen der P8. Eine von vielen Wertungsprüfungen für die Schützenschnur. Hab da direkt Gold geholt und durfte erneut lange warten. Das MG3 folgte am Nachmittag und bei nur einem Schuss im Gürtel spürt man nix vom Rückstoß. Man sieht nur was vom Rückstoß und zwar das Verreißen des MGs, was bei der P8 aber auch gegeben ist.
Gegen Ende des Tages ging es an das Nachtschießen. War eine optionale Prüfung, die man nicht bestehen muss. Hab von 6 Schuss nix getroffen, wie 90% der anderen Rekruten. Und jetzt kommt der Grund.
Es hat den ganzen Tag über geregnet und wir hatten am Ende keinen Bock mehr. Die Konzentration hat nachgelassen und alle haben die 6 Schuss einfach fast in Feuerstoßgeschwindigkeit abgegeben. Und da es nur am regnen war, wurden auch die Zelte auifgebaut. Waren alles nur 6-Mann-Zelte wovon ein Zelt schlimmer aussah als das andere. Und was haben wir gemacht anstatt in die Zelte zu gehen? Richtig. Klappspaten raus und unters Dach gesetzt und dort gelangweilt.
5. Tag:
Einmal spät aufstehen. Erst um 8:15 musste man fertig sein und konnte in Ruhe Frühstücken. Hatten ganze 45 Minuten, was in etwa der Essenszeit eines Tages entspricht! Danach noch den Test(hab ihn bestanden), ein bisschen reinigen und es ging erneut nach Hause.
08.03.07
Bundeswehr #5
Diese Woche war mal richtig im Stil der Bundeswehr.
1. Tag:
Wieder Stationsausbildung. Diesmal mit MG3 Ladetätigkeit, G36 AGSHP, P8 Ladetätigkeit und G36 Drill. Die ersten 3 waren recht langweilig. Der Drill hört sich jetzt hart an, war aber recht entspannend und für mich nicht anstrengend. Hatte mehr den Touch von einem Wettbewerb, da es wieder die gleiche Situation wie letzte Weoche war. Wieder 2 Teams und die beiden Teams treten gegeneinander an. Diesmal musste das G36 an 4 Station immer zerlegt oder zusammengesetzt werden, danach zu einer Stellung robben und dort Teil-, Fertigladen, sowie Sicherheitsüberprüfung, dann erneut ein G36 zerlegen und zusammensetzten und wenn man dies geschafft hat, ABC-Schutzausrüstung an, ein paar Meter laufen und ordnungsgemäß ausziehen. War der erste aus meinem Team der gestartet und der erste, der fertig war. Hatte keine Strafliegestützen und etwas Spaß ohne Stress dabei gehabt. Lustig waren aber die Ausbilder. Fingen an die Leute an den Stationen mit Fragen zu löchern, die man kaum beantworteten konnte. Ich hatte Glück, andere haben direkt „10″ als Antwort gegeben und 10 Liegestütz gemacht. Mehr war auch nicht an dem Tag, außer Rucksack fürs Biwak.
2. – 4. Tag:
Heute ging es zum Biwak. Der I. Zug wusste davon und hat sich dementsprechend darauf eingerichtet. Aber zuerst ging es auf die Schießbahn. G36 und P8 wurden scharf geschossen. Wer da nicht da war, riskiert eine zweite Grundausbildung, da dies ein wesentlicher Ausbildungsteil ist, der nicht mal so eben wiederholt werden kann. Aber am über das Wochenende ab 31. August hat man erneut die Möglichkeit dafür. 2 Wochen Bundeswehr am Stück mit 5 Tage Biwak. Aber zurück zum Schießen. Die Gewehre waren teilweise super eingestellt, teilweise schlecht, sodass man kaum was richtig getroffen hat ohne zu wissen, wo man jetzt hinziehlen muss. Um 15 Uhr war das Schießen auch vorbei und für uns fing Biwak an. Der II. Zug stand neben uns und hat uns ausgelacht. Blöderweise(für den II. Zug) kam dann deren Zugführer an und hat laut „Überraschungsbiwak“ gerufen. Dann stellte sich nur die Frage, ob der II. Zug alles dabei hatte, da man gerne mal ab und an ein paar Teile wegen Gewichtsersparniss zurücklässt.
Im Wald auf dem Stationsplatz angekommen ging es dann los. Zelte aufbauen, sehr viel Feuerholz besorgen(das Feuer sollte von Dienstag 18 Uhr bis Donnerstag 10 Uhr durchbrennen!) und Stellungen bauen. Erneut Theorie und dann Einteilung, wer wann den AP(Alarmposten) belegt. Da ich die erste Schicht hatte und wir eine ungerade Anzahl in der Gruppe waren, durfte ich die letzte Schicht auch noch machen. Blöderweise konnte ich kaum schlafen, da ich wie sau gefroren hab. Man sollteim Schlafsack nur das nötigste anhaben und mehr nicht. Dann wird es auch warm. In der Nacht gingen auch noch die Fhj umher und haben jeweils das Lager der Gruppe und die AP erfolgreich überfallen. Somit waren wir schonmal für die erste Nacht tot.
Nach einer kalten Nacht gab es Frühsport nur mit T-Short, Hose, Stiefeln und G36. Einmal eine Runde joggen, bis jedem warm war. Danach waschen und Frühstück. Nach dem Frühstück ging es an den Feuerkampf. Das war nicht ganz so toll, da wir Platzmunition aus Plastik hatten. Jeder 2. Schuss hat eine Störung verursacht und manchmal ein paar andere lustige Sörungen. 2 Patronen hintereinander im Lauf und einmal wollten 2 Patronen gleichzeitig in den Lauf. Unsern Feldwebel hat dies sehr gestört und wir haben recht früh abgebrochen. Nach dem Mittagessen gab es die Wachpostenausbildung. Die Wache muss eine bestimmte Route gehen und sich Situationsabhängig verhalten. War recht lustig, da ein Satz einmal in einem bestimmten Tonfall fiel, dass die ganze Gruppe lachen musste. Haben wir auch erfolgrecih absolviert und eine AP-Übung überfallen. Ich hab keine Ahnung, wie man 12 Mann überhören kann, die ohne jegliche Tarnung durch den Wald trampelten, aber es ist passiert.
Nach einer Pause ging es an den Gefechtsmarsch. Auf einer bestimmten Route sind Pappkameraden abgestellt und man sollte darauf dementsprechend reagieren. Ich lief hinten und bekam nichts von der Aktion mit. Der Höhepunkt war die Panzerwiese. Teilgruppenweise immer wieder in Stelung gegangen und der anderen Teilgruppe Feuerschutz gegeben. Nur blöd, dass im Tal unser stellv. Gruppenführer mit 200 Schuss Platzmunition im MG3 auf uns geferut hat. Somit waren wir ein zweites mal tot.
Zum Abschluss gab es am Abend noch eine weitere Ausbildung. „Hören und sehen bei Nacht“ nennt sich das ganze und beinhaltete die Tarnmöglichkeiten in der Nacht und die verschiedenen Farben und Geräusche der Leuchtpistole.
Die Einteilung für die verschiedenen Aufgaben in der Nacht verlief recht reibunglos. Hatte von 5-6 Uhr morgens Wachposten und sonst nix. Demenstprechend ging ich ins Zelt, Klamotten aus, Schlafsack zu und Augen zu. Dann gab es Alarm, alle mussten in die eigenen Schützenstellungen gehen. Hat noch grad so geklappt und wir durften mal mit der Platzmun auf die Ausbilder feuern, die uns angegriffen haben. Diesmal sind wir nicht gestorben. Jetzt ging es für mich in den Schlafsack und bis 6 Uhr durchgeschlafen. Die Feuerwache hat vergessen uns zu wecken. Lag unter anderem daran, dass sie keine Uhr hatte und auch selber eingeschlafen ist. Genauso wie der AP und der Rest der Gruppe.
Nach dem Frühstück wurde alles verpackt, Feuer ausgemacht(brannte nur bei uns die ganze Zeit durch!) und los ging es zum 12km Marsch. Die 12km an sich sind nicht schwer. Nur die 30kg Gepäck hat einem zu schaffen gemacht. Einer hatte noch ein weiteres G36(+3,6kg) und ein anderer das MG3(+8kg) mit. Der MG-Träger war der Held des Tages. Und während des Marsches durften insgesamt 8 Leute die Gruppe auf den richtigen Weg leiten und ein ABC-Alarm 3km vor dem Ziel. Da gingen alle bis auf 3 Kamerdane drauf. Somit 3 von 4 möglichen Toden gestorben ![]()
In der Kaserne angekommen ging es ans Waffenreinigen und Umziehen. Um 19 Uhr Dienstschluss(was waren wir laut beim „Hurra“ schreien) und dann Ausrüstung reinigen. Der Tag war gelaufen.
5. Tag:
Nur Waffenreinigen heute. Mehr nicht. Und ein vorgezogener Dienstschluss, da wir uns sehr gut beim Biwak verhalten haben und nur 2 da krank wurden. Und es waren nicht die schwächsten der Gruppe.
Was ich gelernt hab:
- auf jeden Fall nicht im Wald schlafen(mache ich es jedes Jahr mit dem EC mindestens einmal)
- noch mehr Theorie und Praxis
- Platzmun aus Plastik ist Mist
- mit wenig Schlaf über 2 Tage auskommen(insgesamt 6 Stunden in 2 Tagen)
War ne super Woche. Das Anstrengenste bis jetzt war der 12km Marsch, da man nicht oft 30kg Gepäck über 12km spazieren führt.