09.16.07

Bundeswehr #11

Veröffentlicht in Bundeswehr um 11:07 von 1u21

Die letzte richtige Woche, wo man eigentlich noch was machen sollte um auf die Rekrutenbesichtigung vorbereitet zu sein.

1. Tag

Es ging wieder zur Schießbahnanlage. Alle die die Wertungsprüfung MGS3 nicht bestanden haben, sollten an dem Tag erneut die Gelegenheit haben sie zu schießen. Da ich sie schon direkt auf Anhieb bestanden hab, musste ich also warten bis alle anderen sie auch bestanden haben, oder die 3 Versuche gebraucht haben. Um zu sehen, wer die Prüfung bestanden hat, durften wir uns erstmal in Linie aufstellen. Danach wurden 5 Namen vorgelesen. Ich war darunter und die anderen 32 Kameraden hatten die Prüfung aus meinem Zug nicht bestanden. War schon ein Anblick, der ungewohnt war. Also durften wir uns auch erstmal langweilen, da der II. Zug auf der Anlage für das G36 war um dort die G36S9 zu schießen. Blöderweise gab es einen Fehler in der Elektronik und die Wertungsprüfung G36S9 fiel flach für den Tag. Und ich gehörte zu den 5 Leuten aus der 7. Kompanie, die keinen einzigen Schuss abgegeben haben. Hat sich richtig gelohnt der Ausflug. Immerhin hatten wir in den 8 Stunden Nixtun 40 Minuten ABC-Wiederholungsausbildung.
Wieder in der Kaserne hieß es wieder Waffenreinigen. Und in der Zeit kam ein Fhj an meiner Stube vorbei, wo insgesamt 3 von 5 Leuten waren, die keinen Schuss abgegeben haben, und stellte die Frage, wieviele Schüsse wir heue abgegeben hätten. Die Antwort „Keinen einzigen“ hat ihn doch recht verwundert.

2. Tag

Der Tag fing mal wieder gut an mit Unterricht. Ist zwar nicht so schlimm, aber dieser Unterricht war nicht mal ansatzweise wichtig, da es nichts mit der EloKa zu tun hat und nicht irgendwie haben wird. Es war einfach nur eine Infoveranstaltung.
Danach wieder Waffenreinigen. Hab ingesamt 8 Stunden in 6 Tagen damit verbracht meine Waffe zu reinigen. 4 Stunden davon hab ich nichts an Dreck gefunden, da sie eh nur in der Waffenkammer lag. ABM(ArbeitsBeschaffungsMaßnahmen) nennt sich sowas.
Danach der andere Pausenfüller. Stuben und Revierreinigen. Hat sich auch großartig gelohnt. Immerhin hatten wir danach Sport. Etwas mehr als 12km war die Joggingstrecke lang und einige Ausbilder konnten nicht mehr, während ich mal warm wurde. Immerhin sind einige der Ausbilder richtig gute Läufer und so haben wir mit ihm den Rückweg erkundet, weil durch Baumaßnahmen die Standartstrecke gesperrt ist(hat keiner mitbekommen, typisch). War recht spaßig, da dem Ausbilder auch die Luft ausging, während wir nicht mal Anzeichen von Erschöpfung zeigten.

3. Tag

Wieder Stuben und Revierreinigen. So langsam machen wir nichts anderes mehr. Immerhin war danach ein bisschen Abwechslung dabei. Blutabnahme zur Blutgruppenbestimmung. Wir hatten einen dem der Schweiß danach auf der Stirn stand und er war auch richtig bleich. Das habe ich bei mir auch befürchtet. Aber es trat nicht ein. Mein Blutdruck war diesmal stark genug und nicht wie bei den anderen Situationen, wo nichtmal 10ml für Ohnmacht reichten.
Danach gammeln auf Stube. Was anderes lernt man wohl in den letzten nicht. Blöderweise wurde auch noch der Sport gestrichen und wir hatten Formaldienst Da stellt sich auch wieder Sinnfrage, da der Formaldienst nur für das Gelöbnis wichtig war. Naja. Bundeswehr halt. Nichts ist so beständig wie die Lageplanänderung.

4. Tag

Und wieder putzen. Hauptbeschäftigung des Soldaten überhaupt.
Immerhin hatten wir heute für den Sport einen richtigen Ausbilder. Wir hatten die Wahl zwischen 11km und 18km. Hab mich für die 18km entschieden und in 1,5 Stunden hatten wir die Strecke auch durch. Und ich muss sagen, dass diese Strecke richtig schön ist. Waldstücke, die einfach sich selbst überlassen werden und wo die Natur einfach so sein kann, wie sie ist. Viele kleine Pflanzen am Wegesrand, auf den Pflanzen Spinnennetze und auf den Netzen Tau. Ein großer See und fast unberührte Abschnitte, die jahrelang sich überlassen wurde. Schöner kann es nicht sein Gottes Schöpfung zu betrachten.
Und danach wieder reinigen. Einige hatten ihre Reviere nicht vernünftig gereinigt und so durften wir nochmal alle anpacken und es wurde dann richtig sauber.

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