09.22.07
Bundeswehr #12
- Tag
Heute ging es recht angenehm ab. Erstmal wieder PFT(pysical fitness test), bei dem ich wieder durchgefallen bin. Leistungen reichten von sehr gut bis grottig. Der 12-Minutenlauf lief recht gut und da habe ich die höchste Punktzahl erreicht, die es gibt. Nur bei den Sit-Ups habe ich erneut versagt. Hätte ich 2 mehr in 40 Sekunden geschafft, hätte ich auch mal den PFT bestanden. Sonst war alles im Durchschnitt und ich beabsichtige ein Ergebnis von 25 Punkten für den nächsten PFT, der in der DPA/SGA stattfinden wird.
Danach wieder gammeln und ein bisschen Formaldienst. Das übliche fand dann auch wieder statt. Stuben- und Revierreinigen. Dann folgte endlich auch mal wieder richtiger Unterricht. Beim Lt(Leutnant) gab es Unterricht in Sachen Afghanistan. Die Geschichte und warum überhaupt der Einsatz der ISAF in Afghanistan nötig ist. Gab teilweise richtig viele Infos und wir hatten am Ende eine Gesprächsrunde. Und die Ausbilder waren den ganzen Tag auch recht locker drauf, weshalb die Stimmung und Motivation auch gut war.
Den Abend habe ich mit meiner Gruppe im Bowlingzenter in Frankenberg verbracht. War recht lustig und ich war nicht der Beste. Eher einer der Schlechtesten, da ich seit Ewigkeiten nicht mehr gebowlt habe.
- Tag
Das ganz große Ereignis steht vor der Tür und so langsam fingen wir an uns vorzubereiten. Erstmal Vollzähligkeitskontrolle. Jeder musste seinen kompletten Spind ausräumen und auf dem Flur ausbreiten. Blöderweise wurde dann das Batalionsantreten durchgeführt. Keiner wusste was davon und somit ging es im Kompanierahmen zum Platz, wo das Antreten stattfand. Nein wir haben weder was verbockt oder hervorragende Leistungen gebracht. Eher wurden die anderen Kompanien ermahnt nicht über geheime Information zu reden. Im Anschluss wurde dann alles auf Vollzähligkeit kontrolliert und konnte wieder in den Spind gepackt werden.
Als kleine Vorbereitung gingen wir mit unserer Gruppenführerin alle erdenklichen Szenarien durch. Nach dem Essen hatten wir 4 Stunden Zeit unsere Rucksäcke zu packen. Blöd nur, dass so was nur 30 Minuten dauert. Die restliche Zeit langweilten wir uns bis und einfiel, dass wir ein bisschen ABC üben können.
Immerhin fiel unserer Gruppenführerin ein, dass wir auch noch Karten zeichnen üben könnten, was wir auch nach Dienstschluss noch gemacht haben.
- Tag
Heute ging es dann los. Wir standen sogar eine halbe Stunde früher auf um pünktlich auf dem Weg zu sein. Blöd nur, dass wir eine halbe Stunde vertrödelt haben und wir auch normal um 5 hätten aufstehen können.
Die Rekrutenprüfung fing für uns mit Bewegungen im Gelände statt. Schützenreihe, Schützenrudel, kriechen, gleiten, überqueren einer Straße und überqueren einer großen Wiese, sowie ein Rückmarsch zum Ausgangspunkt.
Im Anschluss einen KFZ-Unfall, wo wir die verletzten Personen ca. 500m tragen mussten.
Danach geführter Feuerkampf, wo ich auf Grund falscher Befehle und nicht existenter Ausbildung durchgefallen bin. Zwischendurch noch Alarmposten mit LANGEMARK, Streife und der großen Sache, wo die meisten Bammel vor hatten. Ja, auch ich. Immerhin konnten wir den ABC-Poncho bei der Warnung anziehen und am Ende habe ich nur 1 von 6 Prüfungen nicht bestanden.
Übernachtet haben wir nicht im Wald, sondern in einer großen Halle. Aber ab 19:30 mussten 2 AP(Alarmposten), 2 Streifen, 2 Torposten und 1 Sitzposten bis zum nächsten Morgen belegt werden. Immerhin hatte unsere Gruppe genau 13 Mann, womit wir alles abgedeckt hatten, was bei den anderen Gruppen nicht der Fall war. In der Nacht waren wir auch schichtweise 1,5 Stunden wach und 1,5 Stunden am schlafen.
- Tag
Los ging es direkt zum Schießstand, da dort der 2. Teil der Prüfung auf uns wartete. Wir sollten einen Patroullienweg laufen und hatten während diesen Weges unsere 6 Prüfungen. Zuerst war Kampfmittelfund, was recht einfach war und es haben auch alle bestanden ohne irgendeinen Fehler.
Im Anschluss fand das Kartenzeichnen statt danach verletzte Personen bergen und helfen, während Zivilisten durch eine Postenkette vom Schauplatz abgehalten wurden. Nachdem ich das kleine Verbandspäckchen aufgerissen und die Übung bestanden hab, habe ich eine neue Handyschutzhülle ergattern dürfen. Für das Gelände gibt es nix besseres, da es richtig Wasserdicht abschließt.
Zwischendurch gab es noch überlegenem Feind mit verletzter Person ausweichen.
Zurück zum Schießstand, hieß es weiter mir Prüfungen. Einmal gab es das Szenario, dass militärische Kräfte aus einer Demonstration auf uns schießen. Wurde alles durch Pappkameraden dargestellt und da hab ich auch bestanden.
Zum Schluss gab es die letzte Prüfung. Da lief alles super ab, keiner war angespannt oder nervös. Der Checkpoint war so gut drin, dass nur kleine Fehler gegangen wurden.
Rückmarsch fand teilweise im Zug und Gruppenrahmen statt. Der II. Zug war komplett als Zug zurück zur Kaserne marschiert, während der I. Zug Gruppenweise zurückmarschierte. Die 15 Minuten zum II. Zug haben wir reingeholt und konnten auch noch Pausen einlegen.
In der Kaserne angekommen, hieß es erstmal essen und danach Waffenreinigen. Aber nicht so sauber, wie man es kannte, sondern nur grob. Außenreinigung und das Rohr durchziehen. Komischerweise war das Rohr in meinem Gewehr fast sauber, obwohl ca. 100 Patronen der Plastikmanövermunition verschossen wurden. Bei anderen, die nur 30 Plastikmanöverpatronen verschossen hatten, konnte man kaum durchschauen. Ein Fhj hat mir erklärt, dass ich mein Gewehr richtig gereinigt hab und der Dreck so kaum eine Möglichkeit hatte sich festzusetzen.
Nach Dienstschluss wurde noch die Ausrüstung gereinigt und dann ging es auch richtig fertig ins Bett.
- Tag
Jetzt sollte es eigentlich an das gründliche Waffenreinigen gehen. Blöderweise hatten wir nur 2 Stunden, statt 4 Stunden, Zeit, damit noch etwas Dreck an unseren Waffen ist. Naja. Mein G36 ist fast wieder sauber und ich werde dann nächste Woche beim Waffenappell die anderen Waffen richtig reinigen können. Ab 10 Uhr hatten wir Zeit unsere Ausrüstung(schon vom Vortag sauber) zu reinigen und danach Stuben- und Revierreinigen.
Mit diesem Tag endete auch der Dienst von 4 Fhj. Richtig schade finde ich es nur bei einem Fhj, da er auch mal unser Gruppenführer war, als wir unsere Gruppenführer im Urlaub oder KzH(Krank zu Hause) waren. Hat richtig viel Spaß mit ihm gemacht.
Ebenfalls haben wir auch heute erfahren, wer in welche Stammeinheit kommt. Ich komme in die 3./932, habe ab nächster Woche eine Stube bei der 3./, aber erst muss ich noch die DPA(DienstPostenAusbildung) machen. Wird leider 2 Monate dauern, aber ich hab regelmäßig um 16 Uhr Dienstschluss, aber ich kann mir immer noch keinen Urlaub nehmen.
Bundeswehr #12
- Tag
Heute ging es recht angenehm ab. Erstmal wieder PFT(pysical fitness test), bei dem ich wieder durchgefallen bin. Leistungen reichten von sehr gut bis grottig. Der 12-Minutenlauf lief recht gut und da habe ich die höchste Punktzahl erreicht, die es gibt. Nur bei den Sit-Ups habe ich erneut versagt. Hätte ich 2 mehr in 40 Sekunden geschafft, hätte ich auch mal den PFT bestanden. Sonst war alles im Durchschnitt und ich beabsichtige ein Ergebnis von 25 Punkten für den nächsten PFT, der in der DPA/SGA stattfinden wird.
Danach wieder gammeln und ein bisschen Formaldienst. Das übliche fand dann auch wieder statt. Stuben- und Revierreinigen. Dann folgte endlich auch mal wieder richtiger Unterricht. Beim Lt(Leutnant) gab es Unterricht in Sachen Afghanistan. Die Geschichte und warum überhaupt der Einsatz der ISAF in Afghanistan nötig ist. Gab teilweise richtig viele Infos und wir hatten am Ende eine Gesprächsrunde. Und die Ausbilder waren den ganzen Tag auch recht locker drauf, weshalb die Stimmung und Motivation auch gut war.
Den Abend habe ich mit meiner Gruppe im Bowlingzenter in Frankenberg verbracht. War recht lustig und ich war nicht der Beste. Eher einer der Schlechtesten, da ich seit Ewigkeiten nicht mehr gebowlt habe.
- Tag
Das ganz große Ereignis steht vor der Tür und so langsam fingen wir an uns vorzubereiten. Erstmal Vollzähligkeitskontrolle. Jeder musste seinen kompletten Spind ausräumen und auf dem Flur ausbreiten. Blöderweise wurde dann das Batalionsantreten durchgeführt. Keiner wusste was davon und somit ging es im Kompanierahmen zum Platz, wo das Antreten stattfand. Nein wir haben weder was verbockt oder hervorragende Leistungen gebracht. Eher wurden die anderen Kompanien ermahnt nicht über geheime Information zu reden. Im Anschluss wurde dann alles auf Vollzähligkeit kontrolliert und konnte wieder in den Spind gepackt werden.
Als kleine Vorbereitung gingen wir mit unserer Gruppenführerin alle erdenklichen Szenarien durch. Nach dem Essen hatten wir 4 Stunden Zeit unsere Rucksäcke zu packen. Blöd nur, dass so was nur 30 Minuten dauert. Die restliche Zeit langweilten wir uns bis und einfiel, dass wir ein bisschen ABC üben können.
Immerhin fiel unserer Gruppenführerin ein, dass wir auch noch Karten zeichnen üben könnten, was wir auch nach Dienstschluss noch gemacht haben.
- Tag
Heute ging es dann los. Wir standen sogar eine halbe Stunde früher auf um pünktlich auf dem Weg zu sein. Blöd nur, dass wir eine halbe Stunde vertrödelt haben und wir auch normal um 5 hätten aufstehen können.
Die Rekrutenprüfung fing für uns mit Bewegungen im Gelände statt. Schützenreihe, Schützenrudel, kriechen, gleiten, überqueren einer Straße und überqueren einer großen Wiese, sowie ein Rückmarsch zum Ausgangspunkt.
Im Anschluss einen KFZ-Unfall, wo wir die verletzten Personen ca. 500m tragen mussten.
Danach geführter Feuerkampf, wo ich auf Grund falscher Befehle und nicht existenter Ausbildung durchgefallen bin. Zwischendurch noch Alarmposten mit LANGEMARK, Streife und der großen Sache, wo die meisten Bammel vor hatten. Ja, auch ich. Immerhin konnten wir den ABC-Poncho bei der Warnung anziehen und am Ende habe ich nur 1 von 6 Prüfungen nicht bestanden.
Übernachtet haben wir nicht im Wald, sondern in einer großen Halle. Aber ab 19:30 mussten 2 AP(Alarmposten), 2 Streifen, 2 Torposten und 1 Sitzposten bis zum nächsten Morgen belegt werden. Immerhin hatte unsere Gruppe genau 13 Mann, womit wir alles abgedeckt hatten, was bei den anderen Gruppen nicht der Fall war. In der Nacht waren wir auch schichtweise 1,5 Stunden wach und 1,5 Stunden am schlafen.
- Tag
Los ging es direkt zum Schießstand, da dort der 2. Teil der Prüfung auf uns wartete. Wir sollten einen Patroullienweg laufen und hatten während diesen Weges unsere 6 Prüfungen. Zuerst war Kampfmittelfund, was recht einfach war und es haben auch alle bestanden ohne irgendeinen Fehler.
Im Anschluss fand das Kartenzeichnen statt danach verletzte Personen bergen und helfen, während Zivilisten durch eine Postenkette vom Schauplatz abgehalten wurden. Nachdem ich das kleine Verbandspäckchen aufgerissen und die Übung bestanden hab, habe ich eine neue Handyschutzhülle ergattern dürfen. Für das Gelände gibt es nix besseres, da es richtig Wasserdicht abschließt.
Zwischendurch gab es noch überlegenem Feind mit verletzter Person ausweichen.
Zurück zum Schießstand, hieß es weiter mir Prüfungen. Einmal gab es das Szenario, dass militärische Kräfte aus einer Demonstration auf uns schießen. Wurde alles durch Pappkameraden dargestellt und da hab ich auch bestanden.
Zum Schluss gab es die letzte Prüfung. Da lief alles super ab, keiner war angespannt oder nervös. Der Checkpoint war so gut drin, dass nur kleine Fehler gegangen wurden.
Rückmarsch fand teilweise im Zug und Gruppenrahmen statt. Der II. Zug war komplett als Zug zurück zur Kaserne marschiert, während der I. Zug Gruppenweise zurückmarschierte. Die 15 Minuten zum II. Zug haben wir reingeholt und konnten auch noch Pausen einlegen.
In der Kaserne angekommen, hieß es erstmal essen und danach Waffenreinigen. Aber nicht so sauber, wie man es kannte, sondern nur grob. Außenreinigung und das Rohr durchziehen. Komischerweise war das Rohr in meinem Gewehr fast sauber, obwohl ca. 100 Patronen der Plastikmanövermunition verschossen wurden. Bei anderen, die nur 30 Plastikmanöverpatronen verschossen hatten, konnte man kaum durchschauen. Ein Fhj hat mir erklärt, dass ich mein Gewehr richtig gereinigt hab und der Dreck so kaum eine Möglichkeit hatte sich festzusetzen.
Nach Dienstschluss wurde noch die Ausrüstung gereinigt und dann ging es auch richtig fertig ins Bett.
- Tag
Jetzt sollte es eigentlich an das gründliche Waffenreinigen gehen. Blöderweise hatten wir nur 2 Stunden, statt 4 Stunden, Zeit, damit noch etwas Dreck an unseren Waffen ist. Naja. Mein G36 ist fast wieder sauber und ich werde dann nächste Woche beim Waffenappell die anderen Waffen richtig reinigen können. Ab 10 Uhr hatten wir Zeit unsere Ausrüstung(schon vom Vortag sauber) zu reinigen und danach Stuben- und Revierreinigen.
Mit diesem Tag endete auch der Dienst von 4 Fhj. Richtig schade finde ich es nur bei einem Fhj, da er auch mal unser Gruppenführer war, als wir unsere Gruppenführer im Urlaub oder KzH(Krank zu Hause) waren. Hat richtig viel Spaß mit ihm gemacht.
Ebenfalls haben wir auch heute erfahren, wer in welche Stammeinheit kommt. Ich komme in die 3./932, habe ab nächster Woche eine Stube bei der 3./, aber erst muss ich noch die DPA(DienstPostenAusbildung) machen. Wird leider 2 Monate dauern, aber ich hab regelmäßig um 16 Uhr Dienstschluss, aber ich kann mir immer noch keinen Urlaub nehmen.