09.28.07

Letzte Woche der AGA

Veröffentlicht in Bundeswehr um 15:55 von 1u21

Ja die letzte Woche der AGA hat auch nun mich erreicht. Jetzt ist der ganze Spaß und der Ernst der Bundeswehr fängt an. Naja fast. Noch hab ich die DPA(DienstPostenAusbildung) und werde da meinen Spaß haben.

1. Tag

Heute stand ein großes Ereignis vor der Tür. Der Leistungsmarsch, wo jeweils eine komplette Kompanie mitläuft. Es gibt die Möglichkeit 20km, 25km oder 30km mit mindestens 10kg auf dem Rücken zu laufen. Ich habe mich für die 30km entschieden und es ging am Montag m 8 Uhr los. Wir hatten für jeden Kilometer 10 Minuten Zeit. Sprich die 30km muss man in 5 Stunden gelaufen sein, sonst ist man durchgefallen.
Am Anfang ging es recht gemütlich los. Die meisten sind direkt losmarschiert und andere haben angefangen zu joggen. So auch ich. An die Regel, dass man nur auf Ebenen und Gefällen joggen sollte, habe ich mich nicht gehalten. Bin eher direkt fast bis Kilometer 5 durchgejoggt mit ein paar kleinen Gangpausen. Ab dann habe ich mit 2 weiteren zusammengetan und wir liefen gemeinsam bis Kilometer 15 in einer Zeit von 1:50 Stunden und waren an der ersten Station, da sich die 6 Mann vor uns verlaufen haben. Danach haben wir es so noch bis Kilometer 20 gehalten und ab dann trennten wir uns. Ich ging also schnellen Schrittes bis Kilometer 27 bevor ich durch eine kleine Unachtsamkeit ausgefallen bin. Ich hab mein linkes Bein etwas gebeubt und sofort einen dicken Krampf im Bein bekommen. Da ich zum Abstützen mein rechtes Bein gebraucht hab, bekam ich da promt nicht nur einen, sondern 2 Krämpfe an 2 verschiedenen Stellen. An das laufen war nicht mehrzu denken und somit wurde ich abgeholt und die restlichen 3km zur Kaserne gefahren. Der Oberleutnant, der alles überwacht hat, wollte mich dazu animieren noch die restlichen 3km zu laufen, da ich noch mehr als eine Stunde Zeit hatte. Da ich aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr laufen konnte, habe ich aufgegeben. Sowas ist Pech, aber bei dem nächsten Leistungsmarsch, werde ich vorsichtiger sein.

Da es beim Bund auch sowas wie ABM gibt, durften wir erneut Vollzähligkeitskontrolle durchführen. Und um es gleich zu übertreiben, wurden alle Sachen noch einepackt. Somit haben wir schon 3 Tage vor Umzug gepackt.

2. Tag

Der große Waffenappel. Jeder hat sein G36 aus der Waffenkammer geholt und es fing an mit reinigen der Waffen. Ich saß 5 Stunden bis zur Kontrolle daran, musste aber etwas nachreinigen und konnte meine Waffen nach insgesamt 6 Stunden abgeben. Zwischendurch wurde ich noch von einigen angemacht, warum ich so lange für meine Waffe brauche und letztendlich haben sie ihre Waffen nach mir abgegeben. Die 21 MG3 waren der größere Brocken. Einige wurden schon “gereinigt”, aber ich hatte das Gefühl, dass nur die Oberfläche gereinigt wurde. So viel Dreck, wie ich da teilweise rausbekommen hab, war jenseits von Gut und Böse. Bis 18 Uhr wurden wir nicht fertig, da noch der Zugabend anstand. Einmal richtig Party machen und entspannen. Sowas macht man zwar auch nach Dienst, aber im/vor dem Block ist Alkohol generell verboten. Mit einer Sondererlaubnis konnten wir also feiern und hatten unseren Spaß.

3. Tag

Weiterhin Waffenappel. Die MG3 haben wir bis auf 3 Stück gereinigt bekommen, da unter anderem der Rückstoßverstärker nie sauber sein wollte. Nach 3 Stunden und 4 Lappen war die Stelle immer noch dreckig, auf der ich rumschrubbte, aber das war dann auch egal.
Und große Überraschung. Wir durften unsere Sachen weiterpacken. Hat 5 Minuten gedauert und Zeitansatz waren 3 Stunden. Ich liebe die Organisation der Bundeswehr in der AGA. Zuviel Zeit und dann wird Stress gemacht, dass keine Zeit sei.

4. Tag

Der endgültig letzte Tag der Bundeswehr. Die Kameraden, die die Kompanie verlassen, durften einen lustigen Laufzettel ausfüllen. Diejenigen, die noch die DPA haben, hatten also nix großartig zu tun gehabt. In dem Zeitraum bekamen wir auch unsere Urkunden für unsere Beförderung und haben auch erfahren, was wir später machen werden. Ich werde EloKa-Soldat und erhalte auch noch den Führerschein C1E. Ab 11 Uhr bekamen wir unsere zitronengelben Litzen und Dienstgradabzeichen. Nur die Heeressoldaten bekamen die Litzen, womit ich 2 Paar hab, da die Luftwaffe und Marine keine braucht. Sieht so aus, als ob sie die AGA nie bestanden hätten, da die Litzen immer der Beleg für eine bestandene AGA sind.
Dann durften wir unsere “neuen” Stuben beziehen. Ich bin nur 5 Stuben weitergezogen und bin noch im gleichen Flur, wie die nächsten Rekruten. Mal sehen, ob man die beim Frühsport hört oder nicht.
Und heute konnten wir endlich alleine zum Mittagessen gehen. Hatten 45min Zeit und man konnte es so richtig genießen.
Danach weiterhin bis 14:30 die Spinde einräumen und um 15 Uhr war der Abschlussantreten. Das letzte mal in dem Zugrahmen irgendwohin marschiert. Und wieder standen die Sanis hinten um ohmächtige Personen zu behandeln.
Nach dem Abschlussantreten sind wir offiziel der III. Zug. 37 Mann und 2 Frauen.
Da das Antreten nur 30 Minuten gedauert hat, bin ich sofort in meine Stammeinheit(3./932) gegangen, zu der ich ab dem 01.12.07 offiziel gehöre. Anträge und weiteren Kram muss ich dort stellen und anderen Kram. Ich hab also die 30 Minuten genutzt um meinen Urlaubsantrag zu stellen und hab mir auch etwas das Gebäude angesehen. Von außen sieht es aus, wie jeder andere Block in der Kaserne. Aber innen ist es unbeschreiblich. Holzschilder an jeder Tür, die relevant ist, sehr viele Auszeichnungen, weiße Wände und eine super Atmospähre. Im GeZi ist keine Meldung nötig und die Grußpflicht wird auch nicht so ernst genommen. Einige sind neidisch darauf und wollen sich dahin versetzen lassen, aber die freien Plätze sind voll.

Und seit diesem Abend weis ich, dass die DPA für mich eine große LAN-Party wird. Wir saßen mit 4 Mann auf der Stube und haben zu viert Diablo2LoD gezockt. Macht einfach nur Fun und es wird häufiger so laufen.

Mal schauen wie die DPA wird. Bis jetzt saßen wir nur auf Stube und haben Karten gespielt. Der Zugführer platzte in dem Augenblick in unsere Stube und er hat nix gesagt. Er ist auch locker drauf und nimmt die ganzen Regeln auch nicht ernst, da er es nur als Zeitraubend ansieht.

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