02.22.08
Auferstehung
Aufgrund der letzten Jugendbundstunde kann ich heute nicht wirklich einschlafen. Ist zwar blöd, bringt mich aber wieder zum bloggen.
Thema war die Auferstehung in Lukas 20;27-40. Zwar war nicht genau das Thema das, was mich wachhält, sondern die Diskussion, ob man alleine mit Gott sein wird, oder nicht. Ich bin der Meinung, dass man nicht alleine mit Gott im Himmel ist. Wobei ich sagen muss, dass der schwache Trost, der immer wieder gesagt wird, wenn jemand stirbt für mich einfach nur ein Wunsch ist. Wer kann den mir mit Gewissheit sagen, dass ich meine komplette Familie im Himmel sehe oder gar meine Freunde, die ich hier auf Erden hab und viele davon noch nicht mal Christen sind? Eigentlich niemand. Dieser Spruch ist für mich wirklich nur Wunschdenken, was sich mit der Bibel nicht vereinbaren lässt. Mit Gewissheit kann ich sagen, dass ich nicht alleine bei Gott sein werde. Es werden noch viele andere Menschen da sein. Einen sehr großen Teil werde ich nicht kennen, aber ich kann gewiss sein, dass diese Menschen zu Gottes Volk gehören. Sprich sie sind Juden oder Christen. Laut Bibel kommen da keine anderen Menschen hin, da es bestimmte Dinge gibt, die erfüllt sein müssen. Jetzt kann man zwar sagen, dass es wie bei jeder anderen Religion ist mit Aufgaben/Anforderungen erfüllen/erarbeiten, ist es aber nicht. Als Christ habe ich einfach nur die Vergebung Jesu/Gottes erfahren und sie dankend angenommen. Ich habe mir nichts erarbeitet, dass ich vor Gott als ein Mensch darstehe, der was wert ist. Und genau diese Menschen werde ich im Himmel wiedersehen.
Dann gab es mal wieder das Beispiel von dem verlorenen Bein und dem Himmel. Einige Menschen werden damit getröstet, dass man im Himmel sein Bein wiederbekommt, wenn man es verloren hat. Für mich ist es einfach ein nicht zu ende gedachter Spruch. Wenn schon Jesus sagt, dass die Makel unseres irdischen Seins im Himmel ausgemerzt werden, will ich doch nicht das verlorene Körperteil wiederhaben. Was soll ich mit einem Körper an dem alles perfekt, außer das auf Erden verlorene Körperteil? Man bekommt da einfach einen perfekten Körper und man hat keine Nachteile. Das verlorene Körperteil zählt nicht mehr, da es durch ein besseres ersetzt wird.
Ein weiterer Gedanke, der mir grade auch einfiel, ist der mit der Ewigkeit. Bis jetzt habe ich diesen Gedanken immer auf irdische Art und Weise betrachtet. Ich würde jeden Tag erleben und irgendwie immer vor mich her leben im Himmel ohne, dass sich was ändert. Eigentich unvorstellbar. Zum einen gibt es keinen passenden Kalender, der einem das Datum sagen kann, noch ist dieser Zustand auszuhalten. Vielmehr muss ich anfangen ohne den Zeitbegriff zu denken. Ich werde einfach nur bei Gott sein und sowas wie Zeit existiert bei Gott auch nicht. Warum sollte sich ein Schöpfer seiner Schöpfung unterordnen?
Robin sagte,
Mi 25. Jun 08 um 13:48
“Wer kann den mir mit Gewissheit sagen, dass ich meine komplette Familie im Himmel sehe oder gar meine Freunde, die ich hier auf Erden hab und viele davon noch nicht mal Christen sind? Eigentlich niemand.”
Also für mich gibt es keinen “Himmel”, sondern einfach nur eine andere Ebene der Existenz. Aber gäbe es einen Himmel, kämen bei mir alle Menschen rein, denn vor Gott sind alle Menschen gleich. Da ist (sogar!) die Religion egal.
Meiner Meinung nach.
1u21 sagte,
Sa 28. Jun 08 um 11:37
Wie sieht denn bei dir die andere Ebene der Existenz aus?