10.25.07

DPA1 vorbei

Veröffentlicht in Bundeswehr um 18:28 von 1u21

4 Monate Ausbildung sind nun rum. Seit ganzen 4 Monaten bin ich schon Wehrdienstleistender und habe noch einen ganzen Monat vor mir, bevor meine eigentlich Verwendung in meiner Stammeinheit mir bekanntgegeben wird. Mal sehen, was es sein wird.

Was habe ich in der DPA1 alles gelernt? Englisch auf keinen Fall, da es mir nur leicht viel und ich insgesamt 3-4 neue Vokabeln neu waren und mein Test mit der Note 1 es auch so bestätigt. Aber die ganzen EloKa-Unterrichte waren doch ein bisschen härter. Da liegt meine Note zwischen 2-3, da ich schlecht auswendig lernen kann. Immerhin wird das in der DPA2 nicht mehr verlangt. Da mache ich zwar kein Englisch mehr, dafür die ganzen Kommunikationstechniken. Alles was man sich da vorstellen kann, wird mir beigebracht. Hab zwar keine Ahnung, was ich damit beim Bund machen soll, da ich eh kein Tastfunk kann(bin grad mal in der Lage die grundlegenden Zeichen zu hören und das sind nicht viele), aber eine Verwendung in der IT wäre schon nicht schlecht.

Und mit der DPA2 werde ich auch meine 3 ATNs zusammenhaben, damit ich irgendwann im nächsten Jahr als Hauptgefreiter durch die Gegend laufen kann.

10.17.07

Länder, die ich nicht bereisen sollte

Veröffentlicht in Bundeswehr, Me um 16:30 von 1u21

Kasachstan.

Hab heute erfahren, dass ich die kasachische Staatsbürgerschaft habe. Und das schon seit 15 Jahren! Und ich dachte, dass ich nur die deutsche Staatsbürgerschaft.
Warum ich dieses Land nicht mehr bereisen sollte. Ganz einfach. Bekommen die Wind davon, dass ich da nicht gedient hab und einreise, werde ich direkt eingezogen und muss meinen Dienst da machen und ich bekomme keine Unterstützung von Deutschland, damit ich wieder zurück kann ohne den Wehrdienst zu machen.

10.07.07

Das neue Quartal

Veröffentlicht in Bundeswehr um 13:39 von 1u21

Die Grundausbildung habe ich nun hinter mir. Jetzt kommt für mich die Dienstpostenausbildung. Die dauert für mich 2 Monate und bei dieser Ausbildung ist es egal, ob man durchfällt, oder nicht. Wird man halt anderweitig verwendet. Aber EloKaSoldat hört sich als Verwendung recht interessant an.

Mein Wochenplan ist jetzt im Moment kein Stück interessant. Es stehen Sport, Englisch, EloKa spezifischer Unterricht und Tastfunk auf dem Programm. Mehr gibt es nicht. Zwischendurch werden noch die neuen Rekruten begutachtet, wie sie sich anstellen und man erinnert sich an seine eigene AGA. Ist das toll jetzt noch 7 Wochen zuzusehen, was es heißt kein Rekrut mehr zu sein.  :D

Blöderweise wohne ich noch auf dem gleichen Flur, wie die neuen Rekruten und werde um 5 Uhr morgens unsanft geweckt…

09.28.07

Letzte Woche der AGA

Veröffentlicht in Bundeswehr um 15:55 von 1u21

Ja die letzte Woche der AGA hat auch nun mich erreicht. Jetzt ist der ganze Spaß und der Ernst der Bundeswehr fängt an. Naja fast. Noch hab ich die DPA(DienstPostenAusbildung) und werde da meinen Spaß haben.

1. Tag

Heute stand ein großes Ereignis vor der Tür. Der Leistungsmarsch, wo jeweils eine komplette Kompanie mitläuft. Es gibt die Möglichkeit 20km, 25km oder 30km mit mindestens 10kg auf dem Rücken zu laufen. Ich habe mich für die 30km entschieden und es ging am Montag m 8 Uhr los. Wir hatten für jeden Kilometer 10 Minuten Zeit. Sprich die 30km muss man in 5 Stunden gelaufen sein, sonst ist man durchgefallen.
Am Anfang ging es recht gemütlich los. Die meisten sind direkt losmarschiert und andere haben angefangen zu joggen. So auch ich. An die Regel, dass man nur auf Ebenen und Gefällen joggen sollte, habe ich mich nicht gehalten. Bin eher direkt fast bis Kilometer 5 durchgejoggt mit ein paar kleinen Gangpausen. Ab dann habe ich mit 2 weiteren zusammengetan und wir liefen gemeinsam bis Kilometer 15 in einer Zeit von 1:50 Stunden und waren an der ersten Station, da sich die 6 Mann vor uns verlaufen haben. Danach haben wir es so noch bis Kilometer 20 gehalten und ab dann trennten wir uns. Ich ging also schnellen Schrittes bis Kilometer 27 bevor ich durch eine kleine Unachtsamkeit ausgefallen bin. Ich hab mein linkes Bein etwas gebeubt und sofort einen dicken Krampf im Bein bekommen. Da ich zum Abstützen mein rechtes Bein gebraucht hab, bekam ich da promt nicht nur einen, sondern 2 Krämpfe an 2 verschiedenen Stellen. An das laufen war nicht mehrzu denken und somit wurde ich abgeholt und die restlichen 3km zur Kaserne gefahren. Der Oberleutnant, der alles überwacht hat, wollte mich dazu animieren noch die restlichen 3km zu laufen, da ich noch mehr als eine Stunde Zeit hatte. Da ich aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr laufen konnte, habe ich aufgegeben. Sowas ist Pech, aber bei dem nächsten Leistungsmarsch, werde ich vorsichtiger sein.

Da es beim Bund auch sowas wie ABM gibt, durften wir erneut Vollzähligkeitskontrolle durchführen. Und um es gleich zu übertreiben, wurden alle Sachen noch einepackt. Somit haben wir schon 3 Tage vor Umzug gepackt.

2. Tag

Der große Waffenappel. Jeder hat sein G36 aus der Waffenkammer geholt und es fing an mit reinigen der Waffen. Ich saß 5 Stunden bis zur Kontrolle daran, musste aber etwas nachreinigen und konnte meine Waffen nach insgesamt 6 Stunden abgeben. Zwischendurch wurde ich noch von einigen angemacht, warum ich so lange für meine Waffe brauche und letztendlich haben sie ihre Waffen nach mir abgegeben. Die 21 MG3 waren der größere Brocken. Einige wurden schon “gereinigt”, aber ich hatte das Gefühl, dass nur die Oberfläche gereinigt wurde. So viel Dreck, wie ich da teilweise rausbekommen hab, war jenseits von Gut und Böse. Bis 18 Uhr wurden wir nicht fertig, da noch der Zugabend anstand. Einmal richtig Party machen und entspannen. Sowas macht man zwar auch nach Dienst, aber im/vor dem Block ist Alkohol generell verboten. Mit einer Sondererlaubnis konnten wir also feiern und hatten unseren Spaß.

3. Tag

Weiterhin Waffenappel. Die MG3 haben wir bis auf 3 Stück gereinigt bekommen, da unter anderem der Rückstoßverstärker nie sauber sein wollte. Nach 3 Stunden und 4 Lappen war die Stelle immer noch dreckig, auf der ich rumschrubbte, aber das war dann auch egal.
Und große Überraschung. Wir durften unsere Sachen weiterpacken. Hat 5 Minuten gedauert und Zeitansatz waren 3 Stunden. Ich liebe die Organisation der Bundeswehr in der AGA. Zuviel Zeit und dann wird Stress gemacht, dass keine Zeit sei.

4. Tag

Der endgültig letzte Tag der Bundeswehr. Die Kameraden, die die Kompanie verlassen, durften einen lustigen Laufzettel ausfüllen. Diejenigen, die noch die DPA haben, hatten also nix großartig zu tun gehabt. In dem Zeitraum bekamen wir auch unsere Urkunden für unsere Beförderung und haben auch erfahren, was wir später machen werden. Ich werde EloKa-Soldat und erhalte auch noch den Führerschein C1E. Ab 11 Uhr bekamen wir unsere zitronengelben Litzen und Dienstgradabzeichen. Nur die Heeressoldaten bekamen die Litzen, womit ich 2 Paar hab, da die Luftwaffe und Marine keine braucht. Sieht so aus, als ob sie die AGA nie bestanden hätten, da die Litzen immer der Beleg für eine bestandene AGA sind.
Dann durften wir unsere “neuen” Stuben beziehen. Ich bin nur 5 Stuben weitergezogen und bin noch im gleichen Flur, wie die nächsten Rekruten. Mal sehen, ob man die beim Frühsport hört oder nicht.
Und heute konnten wir endlich alleine zum Mittagessen gehen. Hatten 45min Zeit und man konnte es so richtig genießen.
Danach weiterhin bis 14:30 die Spinde einräumen und um 15 Uhr war der Abschlussantreten. Das letzte mal in dem Zugrahmen irgendwohin marschiert. Und wieder standen die Sanis hinten um ohmächtige Personen zu behandeln.
Nach dem Abschlussantreten sind wir offiziel der III. Zug. 37 Mann und 2 Frauen.
Da das Antreten nur 30 Minuten gedauert hat, bin ich sofort in meine Stammeinheit(3./932) gegangen, zu der ich ab dem 01.12.07 offiziel gehöre. Anträge und weiteren Kram muss ich dort stellen und anderen Kram. Ich hab also die 30 Minuten genutzt um meinen Urlaubsantrag zu stellen und hab mir auch etwas das Gebäude angesehen. Von außen sieht es aus, wie jeder andere Block in der Kaserne. Aber innen ist es unbeschreiblich. Holzschilder an jeder Tür, die relevant ist, sehr viele Auszeichnungen, weiße Wände und eine super Atmospähre. Im GeZi ist keine Meldung nötig und die Grußpflicht wird auch nicht so ernst genommen. Einige sind neidisch darauf und wollen sich dahin versetzen lassen, aber die freien Plätze sind voll.

Und seit diesem Abend weis ich, dass die DPA für mich eine große LAN-Party wird. Wir saßen mit 4 Mann auf der Stube und haben zu viert Diablo2LoD gezockt. Macht einfach nur Fun und es wird häufiger so laufen.

Mal schauen wie die DPA wird. Bis jetzt saßen wir nur auf Stube und haben Karten gespielt. Der Zugführer platzte in dem Augenblick in unsere Stube und er hat nix gesagt. Er ist auch locker drauf und nimmt die ganzen Regeln auch nicht ernst, da er es nur als Zeitraubend ansieht.

09.22.07

Bundeswehr #12

Veröffentlicht in Bundeswehr um 09:26 von 1u21

  1. Tag

 

Heute ging es recht angenehm ab. Erstmal wieder PFT(pysical fitness test), bei dem ich wieder durchgefallen bin. Leistungen reichten von sehr gut bis grottig. Der 12-Minutenlauf lief recht gut und da habe ich die höchste Punktzahl erreicht, die es gibt. Nur bei den Sit-Ups habe ich erneut versagt. Hätte ich 2 mehr in 40 Sekunden geschafft, hätte ich auch mal den PFT bestanden. Sonst war alles im Durchschnitt und ich beabsichtige ein Ergebnis von 25 Punkten für den nächsten PFT, der in der DPA/SGA stattfinden wird.

Danach wieder gammeln und ein bisschen Formaldienst. Das übliche fand dann auch wieder statt. Stuben- und Revierreinigen. Dann folgte endlich auch mal wieder richtiger Unterricht. Beim Lt(Leutnant) gab es Unterricht in Sachen Afghanistan. Die Geschichte und warum überhaupt der Einsatz der ISAF in Afghanistan nötig ist. Gab teilweise richtig viele Infos und wir hatten am Ende eine Gesprächsrunde. Und die Ausbilder waren den ganzen Tag auch recht locker drauf, weshalb die Stimmung und Motivation auch gut war.

 

Den Abend habe ich mit meiner Gruppe im Bowlingzenter in Frankenberg verbracht. War recht lustig und ich war nicht der Beste. Eher einer der Schlechtesten, da ich seit Ewigkeiten nicht mehr gebowlt habe.

 

  1. Tag

 

Das ganz große Ereignis steht vor der Tür und so langsam fingen wir an uns vorzubereiten. Erstmal Vollzähligkeitskontrolle. Jeder musste seinen kompletten Spind ausräumen und auf dem Flur ausbreiten. Blöderweise wurde dann das Batalionsantreten durchgeführt. Keiner wusste was davon und somit ging es im Kompanierahmen zum Platz, wo das Antreten stattfand. Nein wir haben weder was verbockt oder hervorragende Leistungen gebracht. Eher wurden die anderen Kompanien ermahnt nicht über geheime Information zu reden. Im Anschluss wurde dann alles auf Vollzähligkeit kontrolliert und konnte wieder in den Spind gepackt werden.

Als kleine Vorbereitung gingen wir mit unserer Gruppenführerin alle erdenklichen Szenarien durch. Nach dem Essen hatten wir 4 Stunden Zeit unsere Rucksäcke zu packen. Blöd nur, dass so was nur 30 Minuten dauert. Die restliche Zeit langweilten wir uns bis und einfiel, dass wir ein bisschen ABC üben können.

Immerhin fiel unserer Gruppenführerin ein, dass wir auch noch Karten zeichnen üben könnten, was wir auch nach Dienstschluss noch gemacht haben.

 

  1. Tag

 

Heute ging es dann los. Wir standen sogar eine halbe Stunde früher auf um pünktlich auf dem Weg zu sein. Blöd nur, dass wir eine halbe Stunde vertrödelt haben und wir auch normal um 5 hätten aufstehen können.

Die Rekrutenprüfung fing für uns mit Bewegungen im Gelände statt. Schützenreihe, Schützenrudel, kriechen, gleiten, überqueren einer Straße und überqueren einer großen Wiese, sowie ein Rückmarsch zum Ausgangspunkt.

Im Anschluss einen KFZ-Unfall, wo wir die verletzten Personen ca. 500m tragen mussten.

Danach geführter Feuerkampf, wo ich auf Grund falscher Befehle und nicht existenter Ausbildung durchgefallen bin. Zwischendurch noch Alarmposten mit LANGEMARK, Streife und der großen Sache, wo die meisten Bammel vor hatten. Ja, auch ich. Immerhin konnten wir den ABC-Poncho bei der Warnung anziehen und am Ende habe ich nur 1 von 6 Prüfungen nicht bestanden.

Übernachtet haben wir nicht im Wald, sondern in einer großen Halle. Aber ab 19:30 mussten 2 AP(Alarmposten), 2 Streifen, 2 Torposten und 1 Sitzposten bis zum nächsten Morgen belegt werden. Immerhin hatte unsere Gruppe genau 13 Mann, womit wir alles abgedeckt hatten, was bei den anderen Gruppen nicht der Fall war. In der Nacht waren wir auch schichtweise 1,5 Stunden wach und 1,5 Stunden am schlafen.

 

  1. Tag

 

Los ging es direkt zum Schießstand, da dort der 2. Teil der Prüfung auf uns wartete. Wir sollten einen Patroullienweg laufen und hatten während diesen Weges unsere 6 Prüfungen. Zuerst war Kampfmittelfund, was recht einfach war und es haben auch alle bestanden ohne irgendeinen Fehler.

Im Anschluss fand das Kartenzeichnen statt danach verletzte Personen bergen und helfen, während Zivilisten durch eine Postenkette vom Schauplatz abgehalten wurden. Nachdem ich das kleine Verbandspäckchen aufgerissen und die Übung bestanden hab, habe ich eine neue Handyschutzhülle ergattern dürfen. Für das Gelände gibt es nix besseres, da es richtig Wasserdicht abschließt.

Zwischendurch gab es noch überlegenem Feind mit verletzter Person ausweichen.

Zurück zum Schießstand, hieß es weiter mir Prüfungen. Einmal gab es das Szenario, dass militärische Kräfte aus einer Demonstration auf uns schießen. Wurde alles durch Pappkameraden dargestellt und da hab ich auch bestanden.

Zum Schluss gab es die letzte Prüfung. Da lief alles super ab, keiner war angespannt oder nervös. Der Checkpoint war so gut drin, dass nur kleine Fehler gegangen wurden.

Rückmarsch fand teilweise im Zug und Gruppenrahmen statt. Der II. Zug war komplett als Zug zurück zur Kaserne marschiert, während der I. Zug Gruppenweise zurückmarschierte. Die 15 Minuten zum II. Zug haben wir reingeholt und konnten auch noch Pausen einlegen.

In der Kaserne angekommen, hieß es erstmal essen und danach Waffenreinigen. Aber nicht so sauber, wie man es kannte, sondern nur grob. Außenreinigung und das Rohr durchziehen. Komischerweise war das Rohr in meinem Gewehr fast sauber, obwohl ca. 100 Patronen der Plastikmanövermunition verschossen wurden. Bei anderen, die nur 30 Plastikmanöverpatronen verschossen hatten, konnte man kaum durchschauen. Ein Fhj hat mir erklärt, dass ich mein Gewehr richtig gereinigt hab und der Dreck so kaum eine Möglichkeit hatte sich festzusetzen.

Nach Dienstschluss wurde noch die Ausrüstung gereinigt und dann ging es auch richtig fertig ins Bett.

 

  1. Tag

 

Jetzt sollte es eigentlich an das gründliche Waffenreinigen gehen. Blöderweise hatten wir nur 2 Stunden, statt 4 Stunden, Zeit, damit noch etwas Dreck an unseren Waffen ist. Naja. Mein G36 ist fast wieder sauber und ich werde dann nächste Woche beim Waffenappell die anderen Waffen richtig reinigen können. Ab 10 Uhr hatten wir Zeit unsere Ausrüstung(schon vom Vortag sauber) zu reinigen und danach Stuben- und Revierreinigen.

Mit diesem Tag endete auch der Dienst von 4 Fhj. Richtig schade finde ich es nur bei einem Fhj, da er auch mal unser Gruppenführer war, als wir unsere Gruppenführer im Urlaub oder KzH(Krank zu Hause) waren. Hat richtig viel Spaß mit ihm gemacht.

Ebenfalls haben wir auch heute erfahren, wer in welche Stammeinheit kommt. Ich komme in die 3./932, habe ab nächster Woche eine Stube bei der 3./, aber erst muss ich noch die DPA(DienstPostenAusbildung) machen. Wird leider 2 Monate dauern, aber ich hab regelmäßig um 16 Uhr Dienstschluss, aber ich kann mir immer noch keinen Urlaub nehmen.

Bundeswehr #12

Veröffentlicht in Bundeswehr um 09:24 von 1u21

  1. Tag

 

Heute ging es recht angenehm ab. Erstmal wieder PFT(pysical fitness test), bei dem ich wieder durchgefallen bin. Leistungen reichten von sehr gut bis grottig. Der 12-Minutenlauf lief recht gut und da habe ich die höchste Punktzahl erreicht, die es gibt. Nur bei den Sit-Ups habe ich erneut versagt. Hätte ich 2 mehr in 40 Sekunden geschafft, hätte ich auch mal den PFT bestanden. Sonst war alles im Durchschnitt und ich beabsichtige ein Ergebnis von 25 Punkten für den nächsten PFT, der in der DPA/SGA stattfinden wird.

Danach wieder gammeln und ein bisschen Formaldienst. Das übliche fand dann auch wieder statt. Stuben- und Revierreinigen. Dann folgte endlich auch mal wieder richtiger Unterricht. Beim Lt(Leutnant) gab es Unterricht in Sachen Afghanistan. Die Geschichte und warum überhaupt der Einsatz der ISAF in Afghanistan nötig ist. Gab teilweise richtig viele Infos und wir hatten am Ende eine Gesprächsrunde. Und die Ausbilder waren den ganzen Tag auch recht locker drauf, weshalb die Stimmung und Motivation auch gut war.

 

Den Abend habe ich mit meiner Gruppe im Bowlingzenter in Frankenberg verbracht. War recht lustig und ich war nicht der Beste. Eher einer der Schlechtesten, da ich seit Ewigkeiten nicht mehr gebowlt habe.

 

  1. Tag

 

Das ganz große Ereignis steht vor der Tür und so langsam fingen wir an uns vorzubereiten. Erstmal Vollzähligkeitskontrolle. Jeder musste seinen kompletten Spind ausräumen und auf dem Flur ausbreiten. Blöderweise wurde dann das Batalionsantreten durchgeführt. Keiner wusste was davon und somit ging es im Kompanierahmen zum Platz, wo das Antreten stattfand. Nein wir haben weder was verbockt oder hervorragende Leistungen gebracht. Eher wurden die anderen Kompanien ermahnt nicht über geheime Information zu reden. Im Anschluss wurde dann alles auf Vollzähligkeit kontrolliert und konnte wieder in den Spind gepackt werden.

Als kleine Vorbereitung gingen wir mit unserer Gruppenführerin alle erdenklichen Szenarien durch. Nach dem Essen hatten wir 4 Stunden Zeit unsere Rucksäcke zu packen. Blöd nur, dass so was nur 30 Minuten dauert. Die restliche Zeit langweilten wir uns bis und einfiel, dass wir ein bisschen ABC üben können.

Immerhin fiel unserer Gruppenführerin ein, dass wir auch noch Karten zeichnen üben könnten, was wir auch nach Dienstschluss noch gemacht haben.

 

  1. Tag

 

Heute ging es dann los. Wir standen sogar eine halbe Stunde früher auf um pünktlich auf dem Weg zu sein. Blöd nur, dass wir eine halbe Stunde vertrödelt haben und wir auch normal um 5 hätten aufstehen können.

Die Rekrutenprüfung fing für uns mit Bewegungen im Gelände statt. Schützenreihe, Schützenrudel, kriechen, gleiten, überqueren einer Straße und überqueren einer großen Wiese, sowie ein Rückmarsch zum Ausgangspunkt.

Im Anschluss einen KFZ-Unfall, wo wir die verletzten Personen ca. 500m tragen mussten.

Danach geführter Feuerkampf, wo ich auf Grund falscher Befehle und nicht existenter Ausbildung durchgefallen bin. Zwischendurch noch Alarmposten mit LANGEMARK, Streife und der großen Sache, wo die meisten Bammel vor hatten. Ja, auch ich. Immerhin konnten wir den ABC-Poncho bei der Warnung anziehen und am Ende habe ich nur 1 von 6 Prüfungen nicht bestanden.

Übernachtet haben wir nicht im Wald, sondern in einer großen Halle. Aber ab 19:30 mussten 2 AP(Alarmposten), 2 Streifen, 2 Torposten und 1 Sitzposten bis zum nächsten Morgen belegt werden. Immerhin hatte unsere Gruppe genau 13 Mann, womit wir alles abgedeckt hatten, was bei den anderen Gruppen nicht der Fall war. In der Nacht waren wir auch schichtweise 1,5 Stunden wach und 1,5 Stunden am schlafen.

 

  1. Tag

 

Los ging es direkt zum Schießstand, da dort der 2. Teil der Prüfung auf uns wartete. Wir sollten einen Patroullienweg laufen und hatten während diesen Weges unsere 6 Prüfungen. Zuerst war Kampfmittelfund, was recht einfach war und es haben auch alle bestanden ohne irgendeinen Fehler.

Im Anschluss fand das Kartenzeichnen statt danach verletzte Personen bergen und helfen, während Zivilisten durch eine Postenkette vom Schauplatz abgehalten wurden. Nachdem ich das kleine Verbandspäckchen aufgerissen und die Übung bestanden hab, habe ich eine neue Handyschutzhülle ergattern dürfen. Für das Gelände gibt es nix besseres, da es richtig Wasserdicht abschließt.

Zwischendurch gab es noch überlegenem Feind mit verletzter Person ausweichen.

Zurück zum Schießstand, hieß es weiter mir Prüfungen. Einmal gab es das Szenario, dass militärische Kräfte aus einer Demonstration auf uns schießen. Wurde alles durch Pappkameraden dargestellt und da hab ich auch bestanden.

Zum Schluss gab es die letzte Prüfung. Da lief alles super ab, keiner war angespannt oder nervös. Der Checkpoint war so gut drin, dass nur kleine Fehler gegangen wurden.

Rückmarsch fand teilweise im Zug und Gruppenrahmen statt. Der II. Zug war komplett als Zug zurück zur Kaserne marschiert, während der I. Zug Gruppenweise zurückmarschierte. Die 15 Minuten zum II. Zug haben wir reingeholt und konnten auch noch Pausen einlegen.

In der Kaserne angekommen, hieß es erstmal essen und danach Waffenreinigen. Aber nicht so sauber, wie man es kannte, sondern nur grob. Außenreinigung und das Rohr durchziehen. Komischerweise war das Rohr in meinem Gewehr fast sauber, obwohl ca. 100 Patronen der Plastikmanövermunition verschossen wurden. Bei anderen, die nur 30 Plastikmanöverpatronen verschossen hatten, konnte man kaum durchschauen. Ein Fhj hat mir erklärt, dass ich mein Gewehr richtig gereinigt hab und der Dreck so kaum eine Möglichkeit hatte sich festzusetzen.

Nach Dienstschluss wurde noch die Ausrüstung gereinigt und dann ging es auch richtig fertig ins Bett.

 

  1. Tag

 

Jetzt sollte es eigentlich an das gründliche Waffenreinigen gehen. Blöderweise hatten wir nur 2 Stunden, statt 4 Stunden, Zeit, damit noch etwas Dreck an unseren Waffen ist. Naja. Mein G36 ist fast wieder sauber und ich werde dann nächste Woche beim Waffenappell die anderen Waffen richtig reinigen können. Ab 10 Uhr hatten wir Zeit unsere Ausrüstung(schon vom Vortag sauber) zu reinigen und danach Stuben- und Revierreinigen.

Mit diesem Tag endete auch der Dienst von 4 Fhj. Richtig schade finde ich es nur bei einem Fhj, da er auch mal unser Gruppenführer war, als wir unsere Gruppenführer im Urlaub oder KzH(Krank zu Hause) waren. Hat richtig viel Spaß mit ihm gemacht.

Ebenfalls haben wir auch heute erfahren, wer in welche Stammeinheit kommt. Ich komme in die 3./932, habe ab nächster Woche eine Stube bei der 3./, aber erst muss ich noch die DPA(DienstPostenAusbildung) machen. Wird leider 2 Monate dauern, aber ich hab regelmäßig um 16 Uhr Dienstschluss, aber ich kann mir immer noch keinen Urlaub nehmen.

09.16.07

T-Shirts falten leicht gemacht

Veröffentlicht in Bundeswehr, Fun, Internet um 12:58 von 1u21

Da ich ja beim Bund meine T-Shirts in DinA4-Größe falten muss, hab ich mir den Trick einer japanischen Frau abgeschaut.

klick mich

Genial und ich kann es!

Bundeswehr #11

Veröffentlicht in Bundeswehr um 11:07 von 1u21

Die letzte richtige Woche, wo man eigentlich noch was machen sollte um auf die Rekrutenbesichtigung vorbereitet zu sein.

1. Tag

Es ging wieder zur Schießbahnanlage. Alle die die Wertungsprüfung MGS3 nicht bestanden haben, sollten an dem Tag erneut die Gelegenheit haben sie zu schießen. Da ich sie schon direkt auf Anhieb bestanden hab, musste ich also warten bis alle anderen sie auch bestanden haben, oder die 3 Versuche gebraucht haben. Um zu sehen, wer die Prüfung bestanden hat, durften wir uns erstmal in Linie aufstellen. Danach wurden 5 Namen vorgelesen. Ich war darunter und die anderen 32 Kameraden hatten die Prüfung aus meinem Zug nicht bestanden. War schon ein Anblick, der ungewohnt war. Also durften wir uns auch erstmal langweilen, da der II. Zug auf der Anlage für das G36 war um dort die G36S9 zu schießen. Blöderweise gab es einen Fehler in der Elektronik und die Wertungsprüfung G36S9 fiel flach für den Tag. Und ich gehörte zu den 5 Leuten aus der 7. Kompanie, die keinen einzigen Schuss abgegeben haben. Hat sich richtig gelohnt der Ausflug. Immerhin hatten wir in den 8 Stunden Nixtun 40 Minuten ABC-Wiederholungsausbildung.
Wieder in der Kaserne hieß es wieder Waffenreinigen. Und in der Zeit kam ein Fhj an meiner Stube vorbei, wo insgesamt 3 von 5 Leuten waren, die keinen Schuss abgegeben haben, und stellte die Frage, wieviele Schüsse wir heue abgegeben hätten. Die Antwort “Keinen einzigen” hat ihn doch recht verwundert.

2. Tag

Der Tag fing mal wieder gut an mit Unterricht. Ist zwar nicht so schlimm, aber dieser Unterricht war nicht mal ansatzweise wichtig, da es nichts mit der EloKa zu tun hat und nicht irgendwie haben wird. Es war einfach nur eine Infoveranstaltung.
Danach wieder Waffenreinigen. Hab ingesamt 8 Stunden in 6 Tagen damit verbracht meine Waffe zu reinigen. 4 Stunden davon hab ich nichts an Dreck gefunden, da sie eh nur in der Waffenkammer lag. ABM(ArbeitsBeschaffungsMaßnahmen) nennt sich sowas.
Danach der andere Pausenfüller. Stuben und Revierreinigen. Hat sich auch großartig gelohnt. Immerhin hatten wir danach Sport. Etwas mehr als 12km war die Joggingstrecke lang und einige Ausbilder konnten nicht mehr, während ich mal warm wurde. Immerhin sind einige der Ausbilder richtig gute Läufer und so haben wir mit ihm den Rückweg erkundet, weil durch Baumaßnahmen die Standartstrecke gesperrt ist(hat keiner mitbekommen, typisch). War recht spaßig, da dem Ausbilder auch die Luft ausging, während wir nicht mal Anzeichen von Erschöpfung zeigten.

3. Tag

Wieder Stuben und Revierreinigen. So langsam machen wir nichts anderes mehr. Immerhin war danach ein bisschen Abwechslung dabei. Blutabnahme zur Blutgruppenbestimmung. Wir hatten einen dem der Schweiß danach auf der Stirn stand und er war auch richtig bleich. Das habe ich bei mir auch befürchtet. Aber es trat nicht ein. Mein Blutdruck war diesmal stark genug und nicht wie bei den anderen Situationen, wo nichtmal 10ml für Ohnmacht reichten.
Danach gammeln auf Stube. Was anderes lernt man wohl in den letzten nicht. Blöderweise wurde auch noch der Sport gestrichen und wir hatten Formaldienst Da stellt sich auch wieder Sinnfrage, da der Formaldienst nur für das Gelöbnis wichtig war. Naja. Bundeswehr halt. Nichts ist so beständig wie die Lageplanänderung.

4. Tag

Und wieder putzen. Hauptbeschäftigung des Soldaten überhaupt.
Immerhin hatten wir heute für den Sport einen richtigen Ausbilder. Wir hatten die Wahl zwischen 11km und 18km. Hab mich für die 18km entschieden und in 1,5 Stunden hatten wir die Strecke auch durch. Und ich muss sagen, dass diese Strecke richtig schön ist. Waldstücke, die einfach sich selbst überlassen werden und wo die Natur einfach so sein kann, wie sie ist. Viele kleine Pflanzen am Wegesrand, auf den Pflanzen Spinnennetze und auf den Netzen Tau. Ein großer See und fast unberührte Abschnitte, die jahrelang sich überlassen wurde. Schöner kann es nicht sein Gottes Schöpfung zu betrachten.
Und danach wieder reinigen. Einige hatten ihre Reviere nicht vernünftig gereinigt und so durften wir nochmal alle anpacken und es wurde dann richtig sauber.

09.07.07

Bundeswehr #9+10

Veröffentlicht in Bundeswehr um 09:53 von 1u21

Diese Woche bestand nur aus 3 Blöcken. Dementsprechend wird auch abgekürzt.

 

1.-3. Tag:

 

Nur EAKK-Unterricht. Nix anderes die ganzen Tage durch.

 

4. Tag:

 

Wieder Stuben und Revier reinigen. Und welch Wunder, wir hatten 3 Stunden Pause, wo wir die Kampftragetasche packen konnten. Dies habe ich auch gemacht. Danach erneut joggen und weiter Pause bis zum Dienstschluss.

 

5. Tag:

 

Abfahrt. Heute ging es um 13 Uhr ab nach Hammelburg. Vorher, wie immer, Stuben- und Revierreinigen. Manchmal hab man nichts zu tun und muss putzen. So langsam gewöhnt man sich dran. Auf jeden Fall konnten wir um 12 das Gepäck einladen und los ging es nach Hammelburg. 180km und 3 Stunden später waren wir da. Leider durften wir im Bus nicht schlafen und nicht laut sein. Somit war es recht langweilig im Bus und man suchte Beschäftigung. Tetris auf dem Handy kann einen lange beschäftigen und endlich waren wir da.

Es ging sofort daran die Container zu beziehen. Mit 9 Mann auf einem Container war mal was anderes. Insbesondere, da wir nur 6 Spinde hatten.

Nach dem Beziehen hatten wir einen Rundgang durch das Lager Felschental, wo wir waren. Recht großes Lager, was ohne weiteres von 80 Mann betrieben werden kann.

 

6. Tag:

 

Praktischer Unterricht in Sachen Minen. Wie bewege ich mich einem Minenfeld richtig, wie finde ich Minen, was mache ich bei Minenfund und was mache ich bei einem Minenunfall. War im Großen und Ganzen recht spaßig und keiner war unmotiviert. Und dieser Unterricht hat mir gezeigt, wie gefährlich Minen sind und das man sie keinesfalls ohne weiteres auf dem Boden sehen kann, wenn man nur genau hinschaut.

 

7. Tag

 

An diese Tag verlegten wir unseren Standort innerhalb der Kaserne in Hammelburg in das Übungsdorf Bonnland. Ursprünglich als Übungsdorf vor dem II. Weltkrieg gedacht, wurde es danach bewohnt nur um es danach wieder als Übungsdorf zu nutzen. Dort hatten wir 8 verschiedene Szenarien, wie sie im Einsatzland der 7./932 vorkommen könnten. Verschiedene zivile Gruppen, die sich gegenseitig feindlich gesonnen sind, verletzte zivile Personen, Minenunfälle, Hinterhalte und anderes. So ziemlich alles hat Spaß gemacht und war auch somit eine sehr gute Ausbildung, da man so viel lernen konnte. Und als Abschlussbonbon hat meine Gruppe einen Trainingseinsatz des SEK(SonderEinsatzKommando der Polizei) sehen können. Uns wurde nur gesagt, dass eine kleine Irritationsbombe gezündet werden sollte. Als es so weit war, gab es einen sehr großen Feuerball und einen Knall, der im ganzen Übungsdorf zu hören war. War richtig beeindruckend. Und wir hatten an dem Tag auch mal die Möglichkeit die Polizei zu kontrollieren. Und sie haben brav die Befehle durchgeführt.

Der Rückmarsch wurde auch angetreten und danach wieder Waffenreinigen. Dabei konnte man sehr schöne Wettereffekte erleben. Zum Beispiel eine Regenwand, die genau auf einen zukommt.

 

8. Tag

 

Großes Aufbrechen aus Hammelburg. Alle Container wurden sauber gemacht und man konnte in die Busse steigen. Nach der Ankunft gab es ein kleines Chaos, weil wir unsere Namensschilder immer noch nicht hatten. Aber der Taschen- und Rucksackberg wurde schnell aufgelöst und es hieß wieder Waffenreinigen. Mein G36 war noch nie so sauber, wie jetzt. Ich saß ca. 4 Stunden daran und jeder kleine Schmutzdreck war weg. Danach erneut Dienstschluss zu fast gewohnter Zeit.

 

9. Tag

 

Der große Tag steht kurz vor der Tür. Das Gelöbnis. Deswegen hieß es erneut Formaldienst. Marschieren in 4er Rotten und Auftritt in 8er Rotten. Sah alles nicht schlecht aus und wir hatten 1 Stunde länger Zeit um unsere Stuben zu reinigen. Dabei haben wir feststellen können, dass selbst 2m² sehr dreckig sein können. Nebenbei haben wir für die ganze SanStaffel die neuen Stuben eingerichtet. Und da nichts so beständig wie die Lageänderung ist, durften wir erneut zum Formaldienst antanzen. Jetzt hatten wir so gut wie jedes mögliche Szenario durchgespielt, dass eintreten kann.

 

10. Tag

 

Der große Tag. Zuerst wurden die Eltern und Bekannte durch die ganze Kaserne geführt. Vorgestellt wurden unsere Stuben und der jeweilige Block, die Hindernissbahn, die Kleidung und Ausrüstung des Soldaten und die Möglichkeiten der Simulation. Die Besucher hatten im AGSHP die Möglichkeit auch mal zu schießen und haben es merklich genossen. Nur haben die ganzen Rekruten weitaus besser bei der Übung abgeschnitten, als die Besucher. Liegt unter anderen daran, dass die Besucher nicht die Reihenfolge der auftretenden Schützen kennen und der Schnellschuss sitzt auch nicht so, wie bei den Rekruten.

Danach ging es los zum Gelöbnis. Zuerst mussten wir eine ganze Stunde warten, da wir keine Busse hatten. Irgendjemand hat es wohl verpennt. Aber in Hessen liegen die ganzen BW-Standorte recht nah bei aneinander, weshalb wir recht zugig Busse bekamen.

In Rottenburg an der Fulda angekommen, wurde direkt geprobt. Generalprobe saß und es konnte losgehen.

Einmarsch in den Schlosspark. Ich kann froh sein, dass unsere Kompanie recht spät einmarschiert ist. Deswegen mussten wir auch nur 90 Minuten stehen und uns nicht bewegen. Somit hatten wir auch nur 3 Ausfälle.

Nachdem wir Dienstschluss bekamen, konnte jeder wieder das ganze Blut aus den Händen und Füssen wieder in den Körper pumpen und wieder den Ausgangszustand herstellen. Müssten wir länger warten, wären wohl noch mehr umgekippt.

Und ab jetzt darf ich in Uniform nach Hause fahren.

Bundeswehr #8

Veröffentlicht in Bundeswehr um 09:27 von 1u21

Diese Woche war mal wieder etwas länger. Zumindest hat sie sich extrem in die Länge gezogen.

 

1. Tag:

 

An diesem Tag ging es an die Drillausbildung. Wir hatten verschiedene Stationen. Zum einen P8, MG3 und G36.

Die P8 wurde unter Zeitdruck und unter schwierigen Bedingungen zerlegt und wieder zusammengesetzt. Die schwierigen Bedingungen waren einfach nur das fehlende Augenlicht, was mit einem Dreiecktuch simuliert wurde, mit welchem wir uns die Augen verbunden haben.

Die Station mit dem MG3 war einfach nur Wiederholungsausbildung. Zerlegen und Zusammensetzen des MG3s und der Verschluss wurde noch zerlegt und zusammengesetzt.

Das G36 bestand auch aus Drill unter Zeitdruck und Blindheit. Und als kleine Spezialaktion, durfte man das Gewehr nur mit einem Arm zerlegen und zusammensetzen. Den anderen Arm stellt der Partner und somit saßen 2 Mann vor dem Gewehr und mussten sich verständigen, wer was macht. War recht spaßig und wir haben erfahren, dass die Rekruten diese Art von Zerlegen besser können als die Ausbilder.

 

2. Tag:

 

Erneut Schießbahn. Diesmal wurde nur mit dem G36 und dem MG3 geschossen. Es sollten eigentlich 5 Übungen sein, die man absolviert, hab aber aufgrund des Zeitmangels nur 3 absolviert. Immerhin war das Wetter recht angenehm.

Das einzige Problem bestand nur beim G36. Der Haltepunkt war recht schlecht. Sprich: Man muss ganz weit neben das Ziel zielen um es zu treffen. Sonst ist nix großartig passiert, außer dass ich einem Ausbilder gezeigt hab, dass man mit dem MG3 nicht nur nach oben verreißen kann. Ich hab die ganze Zeit nur zur Seite verrissen und so was hat man da noch nicht gesehen.

 

3. Tag:

 

Eigentlich sollten wir Formaldienst haben. Nur das Problem bestand beim Wetter. Es hat geregnet und wir durften Waffen reinigen. Danach Unterricht zum Thema „humanitäres Völkerrecht“.

Nach dem Essen gab es einen großen Eignungstest. Hatten einen Mathe/Physiktest und einen Englischtest. Mathe/Physik war recht einfach und ich hatte 50 Minuten Pause. Fast genauso wie der Englischtest. Niveau der Stufe 7 und nur simple Sachen. Jeder mit Abi hätte es ohne Probleme machen können. Danach hatten wir erneut Unterricht um Thema „Bündnisse von Deutschlands“.

 

4. Tag:

 

Heute gab es die Grußabnahme. Jeder durfte einmal vor dem Hauptmann grüßen. Einmal im Stillgestanden und einmal im Vorbeigehen. Hat bei allen gut funktioniert und somit dürfen/müssen wir alle in der Kaserne grüßen, die den Dienstgrad Uffz(Unteroffizier) oder höher haben. Die NATO-Pause durften wir heute ebenfalls kennen lernen. 30 Minuten Zeit für uns. konnten Frühstücken oder andere Sachen ohne es den Ausbildern zu melden. War auf jeden Fall recht angenehm.

Danach wieder Unterricht zum Thema Gelöbnis und Eid, sowie EAKK.

Das Wetter spielte an dem Tag auch mit und somit ging es schwimmen. Im Zugrahmen zum Freibad gejoggt und dort geprüft, ob man schwimmen kann. Konnte natürlich jeder. Es bestand auch die Möglichkeit schon eine Disziplin für das DAS(Deutsches Sportabzeichen und nicht Das Schwarze Auge) ablegen. 100m in 1:50 Minuten. Hab die Strecke in 1:49 geschafft und somit muss ich nicht mehr Kugelstoßen oder andere Ersatzdisziplinen machen.

Da ja Hammelburg auch vor der Tür steht, gab es wieder EAKK-Unterricht.

 

5. Tag:

Erstmal großes Stuben- und Revierreinigen. Mal wieder lange Zeit nix zu tun gehabt. Dann ging es endlich los mit joggen. Mal wieder die 10km Strecke und mit erneut stark verfrühtem Dienstschluss. Um 11:15 als noch alle am umziehen waren, wurde Dienstschluss gerufen.

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